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Stehe prinzipiell der neuen OpenSource-basierten Katalogversion offen gegenüber, kann mich aber nicht des Eindrucks erwehren, dass er sich an ‘goògle-Nutzer’ richtet, also solche Leute, die auf dem einfachsten Weg möglichst viele Ergebnisse generieren wollen. Dieses Problem teilt der OPAC der UBL (inzwischen) mit zahlreichen anderen UBs, weil das Pferd am falschen Ende aufgezäumt wird: der gedachte Idealnutzer ist jemand, der keinen Überblick über sein Forschungsgebiet hat und deshalb nach dem Schneeballsystem möglichst viele ‘Zufallsfunde’ machen möchte. Anders herum wird ein Schuh draus: die Grundeinstellung bei Aufruf des OPAC sollten möglichst spezifisch sein (z.B. “TITEL UND AUTOR”). Bei den derzeitigen Einstellungen bekomme ich alles (d.h. nichts) geboten und kann dann selektieren. Zur Erinnerung: es handelt sich um einen wissenschaftlichen Katalog und nicht um eine Internetsuchmaschine!
Konkretes Beispiel, warum ich unverändert die alte Version nutzen werde:
In der erweiterten Suche eingeben:
Titel: Staatsroman AND Person / Institution: fenelon
Ergebnis: keine im neuen, sehr wohl aber im alten Katalog.
Fazit: Wenn ein Titel nicht zu finden ist, kann er nicht ausgeliehen, eingesehen, konsultiert werden. Und an der Ausleihquote bemisst sich Wertschöpfung der Bibliothek. Dieser Logik folgend ist der neue OPAC-Katalog wenig wert.
MfG
C. Schmitt-Maaß
Sehr geehrter Herr Schmitt-Maaß,
der von Ihnen gesuchte Titel wird nicht “Staatsroman” sondern “Staats-Roman” geschrieben. Wenn Sie ihn richtig eingeben, dann finden Sie ihn auch, und zwar exakt: https://katalog.ub.uni-leipzig.de/vufind/Search/Results?lookfor=staats-roman+fenelon&type=AllFields&submit=Suchen
Ironischerweise schlägt ein Vorzug des neuen Kataloges, auf den Sie sich kritisierend beziehen, nämlich eine gewisse Toleranz gegenüber fehlerhaften Nutzereingaben, hier ausnahmsweise noch fehl.
Mit freundlichen Grüßen
Leander Seige