END OF BUCH AUF!

Unsere Ausstellung zur Annaberger Kirchenbibliothek geht in die letzte Woche

Ein gemeinsamer Beitrag von Thomas Thibault Döring (3.4–3.6) und Katrin Sturm (1.–3.3).

1. Glück auf!

„Es mögen sich Erzgänge auftun!“ – Dieser Gedanke stand nach Wikipedia ursprünglich hinter dem Ausruf „Glück auf“, der wohl zum Ende des 16. Jahrhunderts im sächsischen Erzgebirge entstanden ist. Wenn wir in unserer aktuellen Ausstellung mit der Wendung „Buch auf“ begrüßen, so geht es uns also nicht nur darum, dass wir Bücher aus der Annaberger Kirchenbibliothek öffnen oder diese Bücher geöffnet präsentieren wollen. Vielmehr stehen Hoffnung und Wunsch dahinter, in und mit den Büchern neue Perspektiven, quasi neue Gänge, sichtbar zu machen: in Form von besonders wertvollen Funden oder Verbindungen zwischen den Bänden, die bisher noch nicht bekannt waren. Wie reichhaltig diese Funde sind und was unsere Ausstellung unter anderem erwarten lässt, möchten wir kurz umreißen und auf diesem Weg zu einem Besuch in dieser finalen Ausstellungswoche (bis 27. August 2023) einladen.

2. Der Berg

Die Bibliothek der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz umfasst mit ihren über 3.500 Titeln sowohl handgeschriebene Bücher des Mittelalters und der Frühen Neuzeit als auch Drucke des 15. bis 18. Jahrhunderts. Sie ist damit eine der historisch und kulturgeschichtlich bedeutenden evangelischen Kirchenbibliotheken in Sachsen. Ihre Wurzeln reichen dabei bis in die Zeit vor der Reformation zurück: zum Beispiel bis hin zu den Buchsammlungen der vorreformatorischen Annenkirche, des Annaberger Franziskanerklosters und der Lateinschule der Stadt.

Die Bücher der St. Annenbibliothek weisen weitgehend noch ihre historischen Bindungen auf. Sie sind somit nicht wie vielerorts infolge von Ordnungs- oder Repräsentationswillen durch neue und vor allem einheitliche Einbände ersetzt worden. Gerade für eine wissenschaftliche und bibliothekarische Erschließung sind die historischen Einbände ein Glücksfall: Bieten sie doch Spuren, die direkt oder auch indirekt Rückschlüsse auf die Geschichte der Bände oder deren Herkunft aus früheren Teilsammlungen ermöglichen. In den historischen Bindungen können Besitzeinträge oder handschriftliche Einbandmakulatur überdauern und Material darstellen, auf dessen Basis neue Aspekte zu Literatur- und Sammlungsgeschichte herausgearbeitet werden.

Trotz ihrer Bedeutung war die Bibliothek der St. Annenkirche bisher kaum erschlossen und stand der wissenschaftlichen Nutzung damit nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. Von 2021 bis 2023 wurde diese bedeutende Bibliothek in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt erschlossen und teildigitalisiert.

KB Annaberg 245: Decretum Gratiani (GW 11362)

Hierfür wurden die Drucke des 15. bis 18. Jahrhunderts katalogisiert und in den entsprechenden bibliothekarischen Nachweissystemen verankert. In Zahlen formuliert: Es wurden über 700 Titel in das Verzeichnis der Drucke des 16. Jahrhunderts (VD16) eingegeben, wobei 43 Titel Neuaufnahmen sind, d. h. bisher (weitgehend) unbekannt waren. Die Annaberger Kirchenbibliothek bereichert unser Wissen also um ganze 43 Drucke des 16. Jahrhunderts. Für das 17. Jahrhundert wurden knapp über 1.500 Titel aufgenommen und in die VD17-Datenbank eingearbeitet, hierunter 769 Neuaufnahmen.

KB Annaberg 287: Liber Sextus (GW 4867)

Für die frühesten Drucke, d. h. für die sogenannten Inkunabeln oder auch Wiegendrucke aus der Zeit von 1450 bis 1500, wurde aufgrund ihrer Bedeutung ein eigener Katalog erarbeitet. Er enthält neben der Titelaufnahme der ca. 370 Drucke auch umfangreiche exemplarspezifische Angaben zu den Trägerbänden, wie zum Beispiel zu ihrer Herkunft und ihrer Bindung (s. unten, Nr. 4).

Neben den Druckschriften sind innerhalb des Projekts auch die in die Bände eingebundenen Fragmente erschlossen und digitalisiert worden. Bei ihnen handelt es sich um recycelte mittelalterliche Handschriften: Denn Handschriften – in der Regel solche auf Pergament – wurden im Mittelalter und noch in der Frühen Neuzeit, wenn sie Ihre Gültigkeit oder Aktualität verloren hatten, nicht einfach entsorgt, sondern für die Verstärkung, Sicherung und Außenbezüge von Einbänden neuer Bücher wiederverwendet.

KB Annaberg 36: Einband und Vorsatz vorn mit kopfständig eingebundenem Streifen eines mittelalterlichen Donat-Fragments

Auch wenn diese Schriftstücke nur noch Bruchteile ihrer ursprünglichen Handschrift darstellen, so beinhalten sie häufig doch bemerkenswerte Funde. An die 300 Stücke solcher Einbandfragmente konnten im Bestand der Annaberger Kirchenbibliothek identifiziert und aufgenommen werden; 150 von ihnen wurden wissenschaftlich (kurz-)erschlossen und digitalisiert.

3. Besondere Funde

Um etwas plastischer und konkreter zu werden, wollen wir nun einige herausragende Funde präsentieren oder, um in der Bildwelt des Bergbaus zu bleiben, ganz besondere Erzadern vorstellen.

3.1 Die ‚Windberger Psalmen‘

Gleich im Band 23 der Annaberger Kirchenbibliothek begegnet ein erstes Highlight des Bestands, wenn auch fast unscheinbar und prädestiniert dafür, übersehen zu werden.

KB Annaberg 23, geöffneter Band mit Fragment (Ansetzfalz) einer mittelalterlichen Handschrift (Foto: Olaf Mokansky).

In dem Codex, der eine Inkunabel mit Predigten des Robertus Caracciolus enthält, sind vorn und hinten zwei Pergamentstreifen als sogenannte Ansetzfalze eingebunden. Sie bilden zwei aneinander anschließende Längsstreifen, die ursprünglich einmal ungefähr die Hälfte eines Handschriften­blatts ergeben haben. Die Schrift verrät uns, dass es sich um eine Handschrift aus dem frühen 13. Jahrhundert handelt. Sie überliefert das biblische Buch der Psalmen auf Latein. Zwischen den Zeilen gibt es jedoch – ganz klein eingeschrieben – Entsprechungen der einzelnen Wörter und Wendungen auf Deutsch.

Detail mit deutschen Interlineargrlossen (tvsint, vf …).

Dass sich deutsche Texte aus dem Mittelalter erhalten haben, ist grundsätzlich schon eine Besonderheit, da die Verkehrssprache der gelehrten Eliten im Mittelalter Latein war und damit lateinische Schriftzeugnisse 90 Prozent der erhaltenen Überlieferung ausmachen.

Die im Fragment vorhandene dialektale Färbung, welche damals im Gegensatz zu heute verschriftlicht wurde, legt nahe, dass das Fragment in (Ost-)Mitteldeutschland, wahrscheinlich im Übergangsbereich vom südlichen Ostthüringen und Westsachsen entstanden ist. Aus dieser Zeit und Region sind bis dato keine Schriftzeugnisse in der Volkssprache erhalten. Der Text, der als ‚Windberger Psalmen‘ bezeichnet wird, war in der Forschung bereits bekannt. Dass es aber im Bestand der Annaberger Kirchenbibliothek einen Überlieferungszeugen dieses Textes gibt, der zudem noch aus dem frühen 13. Jahrhundert und aus dem Übergangsgebiet Thüringen/Sachsen stammt, ist eine völlig neue Erkenntnis.

3.2 Das ‚Annaberger Predigtexempel‘

Im Band 26, der fünf Drucke u. a. aus dem Bereich der Andachts- und Gebetsliteratur versammelt, findet sich ein weiteres handschriftliches Zeugnis in der Volkssprache. Wie die ‚Windberger Psalmen‘ ist auch dieses Stück nur fragmentarisch erhalten. Da es als Beklebung für den vorderen inneren Buchdeckel verwendet wurde und damit ein fast vollständiges Doppelblatt erhalten ist, ist die bewahrte Textmenge jedoch um einiges größer als beim Psalter-Fragment.

KB Annaberg 26, ausgelöster Vorderspiegel mit leicht geöffnetem Buch (Foto: Olaf Mokansky).

Sicher ein Glückfall der Überlieferung, ermöglicht er uns doch, die Handlung eines bisher völlig unbekannten Predigtexempels weitgehend vollständig nachzulesen:

Ein reicher Mann stiftet eine Kirche und lässt über dem Eingang sein Bildnis und seinen Namen malen. Zwei Mal wird dieses Bildnis über Nacht wie von Zauberband durch das Bildnis und den Namen einer frommen Witwe ersetzt, die den Arbeitern während des Baus der Kirche 30 Pfennig gegeben hatte, um Gott zu ehren. Am Ende erkennt der reiche Mann, dass der gute Wille der Witwe vor Gott mehr zählt als seine reiche Stiftung.

Detail mit deutschem Exempeltext.

Sehr wahrscheinlich basiert das Exempel – wie für die Zeit üblich – auf einer lateinischen Vorlage; ein verwandtes lateinisches Exemplum hat sich aus dem 14. Jahrhundert erhalten. Das Annaberger Predigtexempel-Fragment datiert nach Ausweis der Schrift in die Zeit um 1200. Es ist damit noch ein wenig älter als die ‚Windberger Psalmen‘. Schreibsprachlich, also vom verschriftlichen Dialekt her, dürfte es ebenfalls in Südthüringen/Westsachsen entstanden sein.

Beide Stücke stellen damit die bisher ältesten erhaltenen volkssprachigen Schriftzeugnisse aus dieser Region dar. Sehr wahrscheinlich können beide Fragmente in ihrem Entstehungskontext zusammengedacht werden, zumal sie den gleichen Weg über das Annaberger Franziskanerkloster in die Annaberger Kirchenbibliothek genommen haben dürften.

3.3 Lateinisches Lektionar

Ein Lektionar versammelt Lesetexte entweder für das Stundengebet oder die Messfeier. Das Lektionar, das im Folgenden vorgestellt wird, weist vor allem Gebete und Predigten der Kirchenväter auf, die für Stundengebet oder Tischlesung in einem Kloster gedacht waren. Nach Ausweis der Schrift lässt es sich in das 2. Viertel oder in die Mitte des 13. Jahrhunderts datieren. Wie die ‚Windberger Psalmen‘ und die ‚Annaberger Predigten‘ ist es lediglich fragmentarisch überliefert. Im Gegensatz zu den beiden volkssprachigen Stücken ist es aber nicht nur in einem einzigen Annaberger Band als Material für den Einband verwendet worden, sondern tatsächlich in über 30 Codices.

Aufgeschlagene Bände der Annaberger Kirchenbibliothek mit eingebundenem Lektionar-Fragment (Foto: Olaf Mokansky).

Da in einem Band vorn und hinten Blätter des Lektionars eingebunden sein können, konnten bislang über 50 Blätter aus dieser Lektionar-Handschrift gefunden und damit etwa ein Fünftel der ursprünglichen Gesamthandschrift rekonstruiert werden. Diese Fülle an erhaltenem Textmaterial ermöglichte es, den Entstehungskontext der Ursprungshandschrift zu erhellen.

Einige spezielle im Lektionar vorhandene Festtage, wie die zu Anicetus Papa (17. April) oder Anacletus Papa (13. Juli), sind Hinweise auf eine franziskanische Herkunft des Textes. Zusätzlich ist in Band 348 der Annaberger Kirchenbibliothek ein besonders aussagekräftiges Fragmentblatt erhalten, das die These einer franziskanischen Herkunft unterstützt: Auf ihm ist eine 4-zeilige rote Initiale mit ornamental gespaltenem Buchstabenkörper und sogenanntem Palmettendekor erhalten. In einer Handschrift, die sonst ohne besonderen Buchschmuck auskommt, muss eine solche Initiale eine ganz besondere Textstelle oder eine ganz besondere Person hervorheben. Und tatsächlich markiert die Initiale den Beginn der Vita des heiligen Franziskus, der als Ordensgründer für das Heimatkloster der Lektionar-Handschrift eine ganz besondere Bedeutung hatte.

KB Annaberg 348, fliegendes Blatt: Lektionarfragment mit Beginn der Franziskus-Vita.

Ausgehend von Alter sowie Herkunft der Schrift und von der weiteren Geschichte des Fragments ist es möglich, als seinen Entstehungsort das Zwickauer Franziskanerkloster anzunehmen.

3.4 Ablassbriefe

In einem Sammelband mit moraltheologischen Abhandlungen (Band 19) hat der Annaberger Klosterbuchbinder sowohl im Vorder- als auch im Hinterdeckel Ablassbriefe des Kommissars Raimundus Peraudi als Spiegelbeklebungen bzw. fliegende Blätter genutzt. Der Ablassbrief im Hinterdeckel, von Martin Landsberg in Leipzig gedruckt, ist ausgestellt am 23. Dezember 1489 für einen Mattis Günter und seine Frau Magdalene.

KB Annaberg 19, Spiegel: Ablassbrief.

In einem anderen Band (Band 17), der vom Freiberger Schnürenmeister gefertigt wurde, haben sich Fragmente eines handschriftlichen Ablassbriefes des Ablasskommissars Paulinus Chappe erhalten. Als Aussteller nennt sich ein Matthias Küncken.

3.5 Der Papst-Esel

Im Vorderdeckel des ersten Bandes eines Exemplars des Speculum historiale des Vincenz von Beauvais (Band 103:1) fand sich ein unikales, d. h. bisher nur hier vorhandenes Exemplar eines Einblattblockdruckes aus den Jahren um 1500.

Der Druck zeigt ein monströses Wesen, das aus den Teilen verschiedener Tiere zusammengesetzt scheint. Ein unter dem Holzschnitt befindlicher Text, der ebenfalls xylographisch gedruckt wurde, berichtet von einer Überschwemmung in Rom im Jahre 1495. Bei den Aufräumarbeiten entdeckte man angeblich das abgebildete Monstrum. Abbildungen dieser Gestalt wurden in Form von Einblattdrucken verbreitet, von denen aber bisher kein erhaltenes Exemplar bekannt war.

KB Annaberg 103:1.

Die Mundart des erläuternden Textes unter dem Bild ist ostfränkisch, so dass als Druckort Nürnberg sehr wahrscheinlich ist. Der Text ist eine genaue Übersetzung aus den venezianischen Annalen des Domenico Malipiero. Das Bildmotiv diente 1523 Lucas Cranach d. Ä. als Vorlage für den berühmten Holzschnitt vom Papstesel. Der Trägerband des Blockdruckes wurde den Annaberger Franziskanern 1527 von einem Gregor Nöldener aus Hermannsdorf geschenkt.

3.6 Vorlesungsankündigung aus dem Leipziger Universitätsbetrieb um 1500

In einem anderen Annaberger Band hat sich ein seltenes Beispiel für eine Vorlesungsankündigung aus dem Leipziger Universitätsbetrieb um 1500 erhalten. Diese etwa zehn Zeilen umfangreichen Anzeigen dienten einerseits dafür, eine bestimmte Vorlesungsreihe eines Dozenten anzukündigen, andererseits darauf hinzuweisen, dass der in der Vorlesung zu besprechende Text bei einem bestimmten Drucker käuflich zu erwerben ist. Die Vorlesungsankündigung ist auch vom entsprechenden Drucker hergestellt.

Solche gedruckten Ankündigungen zeigen die Zusammenarbeit zwischen Drucker und Dozenten im Lehrbetrieb. Sie sind nur in wenigen Fällen überliefert, obwohl es eine ganze Anzahl von ihnen gegeben haben muss. Aber sie wurden sicher nur in geringer Stückzahl hergestellt, und man hob sie nicht auf. In der Annaberger Inkunabel (Band 1263) hat so eine Ankündigung die Zeit überdauert.

Es ist ein Sammelband mit Schriften für das artistische Grundlagenstudium. Die Buchbinderwekstatt konnte nicht identifiziert werden. Die Vorlesungsankündigung befindet sich am Vorderdeckel innen. Ein Erhard Neubauer, der im Wintersemester 1502 seinen Magistergrad erhalten hat, liest über Aristoteles‘ Analytica posteriora. Die dazugehörige Textausgabe kann bei dem Leipziger Drucker Wolfgang Stöckel erworben werden. Der Sammelband stammt aus der Annaberger Lateinschule.

3.7 Gelegenheitsschriften des 17. und 18. Jahrhunderts

Von besonderer lokalgeschichtlicher Bedeutung sind ca. 400 Gelegenheitsschriften des 17. und hauptsächlich des 18. Jahrhunderts, die in der Kirchenbibliothek aufbewahrt wurden und ursprünglich in zwei Sammelbänden gebunden waren. Circa 95 Prozent dieser Schriften sind in Annaberg unikal vorhanden und waren bisher noch nicht in den einschlägigen Nachweissystemen erfasst (VD17, VD18, K10plus).

Gedruckt wurden sie zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Geburten, Todesfällen, Amtseinführungen, Promotionen oder ähnlichem, womit sie uns Einblicke in das gesellschaftliche Leben der Stadt sowie umliegender Orte ermöglichen.

Einladung des Rektors der Lateinschule zu einer Aufführung (KB Annaberg 1400/2/3)

Da die Bestände der Annaberger Kirchenbibliothek zeitweise von der städtischen Lateinschule mit genutzt wurden und teilweise auch dort untergebracht waren, liegt ein Schwerpunkt des überlieferten Materials der Gelegenheitsschriften auf den Ereignissen und Abläufen in der Schule, wie der Besetzung von Rektor- und Lehrerstellen oder der Durchführung von Festen, Vorträgen und Aufführungen. Die Gelegenheitsschriften stellen einen wichtigen neuen Quellenfundus für die Lokalgeschichte und für genealogische Untersuchungen dar. Die Grundlage für eine Nachnutzbarkeit dieser Schriften wurde gelegt, indem entsprechende Personennormsätze in der Gemeinsamen Normdatei (GND) ergänzt oder gar völlig neu angelegt wurden, beispielsweise bei den Familien Pocarus oder Wilisch.

Dass eine solche wissenschaftliche Erschließung in Verbindung mit einer Teildigitalisierung und Ergebnispräsentation in einer Ausstellung überhaupt möglich war, verdankt sich dabei insbesondere den Vertreter*innen der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz sowie dem Engagement bei Antragstellung, Projektdurchführung und Ergebnis­präsentation durch die UB Leipzig.

4. Spurenkarten oder zum Weiterlesen

Falls wir Ihr Interesse wecken konnten, so empfiehlt sich zu allererst natürlich ein Besuch in unserer Ausstellung „BUCH AUF! Zu Tage geförderte Schätze aus der Annaberger Kirchenbibliothek“, die noch bis 27. August 2023 geöffnet ist. Für verschiedene Themengebiete, die im vorangegangenen Beitrag angerissen wurden, sind hier ausführlichere Informationen und Ausführungen in Auswahl zusammengestellt:

4.1 Zur Ausstellung

  • Ausstellungskatalog zur Ausstellung: Thomas Thibault Döring und Katrin Sturm, unter Mitarbeit von Thomas Fuchs und Christoph Mackert, BUCH AUF! Zu Tage geförderte Schätze aus der Annaberger Kirchenbibliothek, Leipzig 2023.
  • Blog-Beitrag zur Ausstellung vom 30. Mai 2023: Thomas Fuchs (mit Beiträgen von Olaf Mokansky, Fanny Bartholdt, Thomas Thibault Döring, Christoph Mackert und Katrin Sturm), Entstehungsgeschichte einer Ausstellung. Von Annaberg in den Ausstellungsraum in der Universitätsbibliothek Leipzig: https://blog.ub.uni-leipzig.de/entstehungsgeschichte-einer-ausstellung/.

4.2 Zur Geschichte der Kirchenbibliothek Annaberg im Speziellen

  • Thomas Thibault Döring, Die Kirchenbibliothek Annaberg-Buchholz, in: Leipziger Jahrbuch zur Buchgeschichte 30 (2022), S. 111–129.

4.3 Zur Geschichte der evangelischen Kirchenbibliotheken im Allgemeinen

  • Thomas Fuchs, Evangelische Kirchenbibliotheken. Historische und typologische Grundfragen, in: Leipziger Jahrbuch zur Buchgeschichte 30 (2022), S. 71–111.

4.4 Zum Projekt zur Wissenschaftlichen Erschließung und Teildigitalisierung der Annaberger Kirchenbibliothek und Ergebnisse

Katrin Sturm

Katrin Sturm ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Handschriftenzentrum an der Universitätsbibliothek Leipzig.

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