Ein heißer September trotz niedriger Temperaturen

Das Team der Videospieleforschung an der Universitätsbibliothek Leipzig hat einen ereignisreichen Monat hinter sich

Auch wenn der September 2017 mit seinen durchschnittlichen 20° C eher in der Norm lag, war er für das diggr-Team doch außergewöhnlich heiß. Viele in den vergangenen Monaten im Projekt gesponnene Fäden liefen in diesen vier Wochen zusammen und markierten einen wichtigen Meilenstein – darüber wird im Folgenden berichtet. Weiterlesen →

Experimente im Video

JoVE gibt Einblicke in Forscher-Labore

Die UBL hat bis Ende 2018 das Biologie- und Medizin- Video-Journal von JoVE (Journal of Visualized Experiments) testweise lizenziert.

In JoVE können Wissenschaftler ihre Manuskripte und dazugehörige professionell produzierte Videos publizieren. So kann die Fachcommunity vom Wissen anderer Forschungsgruppen profitieren und dadurch Material und Zeit sparen. Die Videos führen in das Experiment ein, zeigen die reale Durchführung und die Auswertung der Ergebnisse.
JoVE-Veröffentlichungen durchlaufen zunächst einen Peer-Review-Prozess, um die Qualität sicherzustellen und werden im Anschluss mit den Forschenden im Labor aufgezeichnet. Das Manuskript (inkl. Quellenangaben und detaillierter Beschreibung des Experiments) sowie das fertige Video stehen dann online zur Verfügung. Dort kann das PDF heruntergeladen und das Video beliebig oft angesehen werden.

Außerdem stehen in vielen Gebieten (Chemistry, Physics usw.) Open Access Veröffentlichungen zur Verfügung, die frei zugänglich sind. JoVE-Artikel können Sie zum Beispiel in unserem Katalog finden. Gerade im medizinischen Kontext können Sie auch wie gewohnt Literaturrecherchen in PubMed durchführen und dort ebenfalls Treffer im J. Vis. Exp., also JoVE, angezeigt bekommen.

Jeder JoVE Artikel besitzt eine DOI und kann wie gewohnt mit Autor, Titel, Journal und Identifier zitiert werden. Die Quellenangabe wird jeweils auf Artikelebene angezeigt und kann einfach in Ihr Literaturverwaltungsprogramm exportiert werden.
Bei Fragen zu diesen Themen können Sie sich gern an Claudia.Woeckel@medizin.uni-leipzig.de wenden.

Bildquelle: Drew Hays/Unsplash

Lesen und lesen lassen: Text- und Data-Mining in lizenzierten Ressourcen der UBL

Stellen Sie sich vor, ein gefährliches Virus bricht aus.

Meldungen über Neuinfektionen häufen sich und Sorge macht sich in der Bevölkerung breit. Unter Zeitdruck suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach einer Gegenstrategie – und stehen zunächst vor einem Berg an Fachliteratur, der unmöglich in kurzer Zeit zu lesen ist.

Ansicht des Kapsids (Proteinhülle) des Zika-Virus (David Goodwill / Wikimedia Commons, CC-BY 4.0, unverändert)

So geschah es im vergangenen Jahr beim Ausbruch des Zika-Virus in Südamerika. Der Chemiker und Open-Science-Aktivist Peter Murray-Rust konnte zeigen: Für einen ersten Überblick ist es nicht nötig, hunderte wissenschaftliche Fachartikel zu lesen. Es ist besser, sie lesen zu lassen – von einer Software, die Informationen aus Texten extrahiert. Welche Themen tauchen im Kontext von Zika auf? Lässt sich die Verbreitung des Virus eindämmen oder gibt es Ansätze zur Therapie der Krankheit?

Dies ist nur ein Beispiel für eine Methode namens Text-Mining. Je nachdem, wie strukturiert die durchsuchten Quellen vorliegen, spricht man auch von Data-Mining oder allgemein von Text- und Data-Mining (TDM). TDM wird in nahezu allen Forschungsbereichen angewandt. (In diesem Artikel von Bastian Drees finden Sie viele weitere Beispiele und Details.) Forschende, die mit der Methode des TDM arbeiten, sind immer auf den uneingeschränkten Zugang zu Texten und Daten angewiesen. In der Praxis ist das kein Problem bei gemeinfreien Werken oder Open-Access-Publikationen. Komplexer ist die Rechtslage bei aktueller wissenschaftlicher Fachliteratur, wo der Zugang durch Lizenzierung erworben werden muss: Manche Lizenzverträge erlauben TDM, manche nicht. Erst die Novellierung des deutschen Urheberrechtsgesetzes, die im März 2018 in Kraft tritt, sieht eine allgemeine Erlaubnis von TDM unter gewissen Einschränkungen vor (Gesetzentwurf, §60d).

Auf dieser Seite erhalten Sie bis dahin Auskunft darüber, ob unsere Lizenzen die Erlaubnis zu TDM beinhalten. Benötigen Sie Informationen zu den genauen Nutzungsbedingungen dieser Bestände oder Unterstützung beim Zugriff, so wenden Sie sich bitte an das Open Science Office.

Beck e-Bibliothek

Die Universitätsbibliothek Leipzig hat die Beck e-Bibliothek lizenziert. Die Verlage C.H. Beck und Vahlen bieten in der Beck e-Bibliothek online juristische Lehrbücher an. Das heißt Sie können ab sofort auf über 65 aktuelle Titel aus den Gebieten Zivilrecht, Öffentliches Recht und Strafrecht zugreifen. Die Lehrbücher sind unbegrenzt und jederzeit auf dem Campus verfügbar, nicht jedoch über VPN.  Die Beck e-Bibliothek ist voll verlinkt mit beck-online, so dass juristische Sachverhalte mit zeitgemäßem Medieneinsatz umfassend bearbeitet und gelöst werden können. Zusätzlich zu den Hand- und Lehrbüchern sind die Zeitschriften Controlling, Marketing und WiSt online.

105.000 E-Books ziehen um!

Umstieg von EBL (Ebook Library) auf Ebook Central

Seit 2012 bietet die Universitätsbibliothek Leipzig die nutzergesteuerte Erwerbung für E-Books an.  Das bedeutet, E-Books werden im Katalog angeboten und Kosten entstehen der Bibliothek erst dann, wenn diese Medien auch tatsächlich genutzt werden. Die Nutzerinnen und Nutzer öffnen den gewünschten Titel und können fünf Minuten lang darin lesen. Nach Ablauf der Zeit werden sie gefragt, ob sie den Titel elektronisch für ein Tag leihen möchten. Bei einer sogenannten Kurzausleihe stehen den  Nutzerinnern und Nutzern online die kompletten Volltexte zur Verfügung, es kann auszugsweise auch kopiert, gedruckt und gespeichert werden. Eine Offline-Funktion gibt es auch. Mithilfe von Adobe Digital Editions ist der Volltext jeweils 24 Stunden offline verfügbar.

Die Authentifizierung für die EBL erfolgt mit Hilfe der Zugangsdaten zum Bibliothekskonto. Es handelt sich hierbei übrigens um die einzige E-Book Sammlung der UBL, die nach diesem Prinzip von außerhalb des Campus auch ohne VPN funktioniert. Auf bereits von der UBL erworbene E-Books können alle Nutzerinnen und Nutzer der Bibliothek zugreifen. Kurzausleihen aus der EBL stehen dagegen ausschließlich Angehörigen der Universität Leipzig zur Verfügung.

Seit heute morgen heißt die Ebook Library EBL nun Ebook Central und hat neue Funktionalitäten erhalten. Die neue Oberfläche ist graphisch überholt worden und dadurch intuitiv besser nutzbar. So ist nun auf den ersten Blick ersichtlich, wieviele Seiten noch kopiert, gedruckt und gespeichert werden können. Deutlicher ist auch zu sehen, dass die Volltexte bearbeitet und mit Bemerkungen versehen werden können. Diese Textbearbeitungen stehen nach jedem neuen Login wieder zur Verfügung.
Aber schauen Sie selbst und melden Sie uns Ihr Feedback, wir sind gespannt!

Vom Suchen, Finden und Schauen

Über 30.000 Videos neu im Katalog!

Bei einer Recherche im Katalog erscheinen seit kurzem neben Büchern, Artikeln und anderen Medien auch Videos in der Ergebnisliste.

Das bedeutet nun aber nicht, dass die alten Videoabspielgeräte (so überhaupt noch vorhanden) wieder hervorgeholt werden müssen. Die neuen Videoabspielgeräte (Tablet, Smartphone, Computer o.a.) reichen vollkommen aus. Eine Verbindung zum Uni-Netz braucht man noch, je nach Örtlichkeit mit oder ohne VPN. Dann kann’s losgehen, das Onlinestreaming, Video 2.0 gewissermaßen.

Academic Video Online heißt diese Kollektion von über 30.000 Videos in ungefähr fünfzig verschiedenen Sprachen. Die Themen sind vielfältig, die Zeitspannen geradezu atemberaubend. Es finden sich Filmsequenzen der Brüder Lumière von 1895, die den Seegang vor Dover zeigen, aber auch eine Dokumentation über die Vorteile der Globalisierung aus dem Jahr 2014. An diesen Beispielen ist zu erkennen, dass es sich um diverses Filmmaterial handelt.

Für echte Kinofans gibt es zusätzlich noch über 1000 E-Books mit den Drehbüchern berühmter Filme, u.a. unter der Regie von Alfred Hitchcock.
Weshalb so etwas in Zeiten von youtube überhaupt Sinn macht? Es ist legal, zitierfähig und die gesprochenen Texte sind allesamt transkribiert und einzelne Textpassagen direkt ansteuerbar. Jeder Eintrag wird durch ausführliche Metadaten komplettiert. Ein anderer heißer Tipp wäre natürlich archive.org, das ergänzend auf jeden Fall hinzugezogen werden sollte.

Na, neugierig geworden? Nur selbst recherchieren macht wirklich Spaß! Entweder in unserem Katalog oder direkt auf der Plattform der Alexander Street Press.
All denjenigen, die jetzt interessiert, aber zu beschäftigt sind, auf eigene Faust unser Videowunderland zu erkunden, sei Folgendes angekündigt: Ab sofort gibt es die Rubrik „Mittwochsvideo” auf unserem Facebook-Account – jeden Mittwoch werden wir ein ausgewähltes Video aus der Kollektion vorstellen, versehen mit einem Direktlink, über den man das Video sofort schauen kann (Verbindung zum Uni-Netz vorausgesetzt, siehe oben).

Und jetzt heißt es nur noch: Film ab!

Aus PressDisplay wurde PressReader

Elektronische Tageszeitungen an der UBL gibt es schon eine ganze Weile, oft sozusagen „Huckepack“ mit diversen Datenbanken (wiso, LexisNexis), wo sie gar nicht explizit als solche wahrgenommen werden.

Aber auch, wenn der geneigte Leser im täglichen Leben zunehmend dem Knistern von Papier entfremdet wird, möchte er seine Tageszeitung im altbekannten Format mit Text in Blockspalten und möglichst bunt bebildert nicht missen und ist da, wie wir wissen, auch nicht sehr kompromissbereit.

Deshalb wurde durch die UBL im Jahr 2008 nach einem Test mit durchweg positivem Feedback der Entschluss gefasst, das weltweit einzige verfügbare Portal mit Online-Tageszeitungen (Verlag: NewspaperDirect Inc., Vancouver, Canada) zu lizenzieren, das alle Seiten der angebotenen Zeitungen und Magazine im Originalformat darstellt.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung war auch die Möglichkeit, unseren zahlreichen ausländischen Studierenden tagaktuelle Informationen aus ihren Heimatländern oder wenigstens in ihrer Muttersprache anzubieten, denn Zeitungen aus dem deutschsprachigen Raum sind ja in unseren Zweigbibliotheken in einer gut abgestimmten Auswahl einzusehen.

Das Benutzerecho nach Überführung des Tests in ein Regelangebot klang so:

…“an Tagesaktualität und Benutzerfreundlichkeit ist dieser Service nicht zu überbieten, auch und schon gar nicht von den Onlineangeboten der Zeitungen selber.“

 Oder so:

„Es freut mich sehr, dass die UB … mehr zu elektronischen Angeboten tendiert. Nur muss dies auch kundgetan werden. Ich kenne viele Mitstudierende, die von den elektronischen Datenbanken in der UB noch nie etwas gehört haben“…

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Alles ausgeliehen? – Zum Glück gibt’s E-Books!

Seit Anfang des Jahres haben Studierende und Mitarbeiter der Universität Leipzig die Möglichkeit das VetCenter des Enke Verlages kostenfrei zu nutzen.
Das VetCenter hält zahlreiche Bücher des Enke- und des Sonntag-Verlages zu vorklinischen Themen, zur Kleintier- und Pferdemedizin und zu alternativen Therapieformen bereit, und auch einige tiermedizinische Zeitschriften. Ebenfalls stehen interaktive Diagnoseleitfäden und Patienteninformationen zur Verfügung.

Wie bekommt man Zugang?

Unter www.vetcenter.de ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Die Identifizierung der Universitätszugehörigkeit erfolgt innerhalb des Campus anhand der IP-Adresse des Rechners. Für den Zugang von zuhause ist also eine VPN-Verbindung erforderlich. Weiterlesen →

Zentralblatt MATH und IEEE Xplore

Gute Nachrichten für alle, die mit Mathematik und Informatik zu tun haben. Endlich konnten wir das Zentralblatt MATH wieder lizenzieren, welches leider aus finanziellen Gründen einige Jahre nicht zur Verfügung stand.

Und ein lange gehegter Wunsch der Informatikerinnen und Informatiker, seien es die aus der Biologie oder der Medizin, nach Erweiterung der bestehenden Lizensierung von IEEE-Volltexten auf das Komplettangebot IEEE Xplore ist auch in Erfüllung gegangen. Als Bonbon obendrauf gibt es noch 50 eBooks von Morgan & Claypool, die auch über IEEE Xplore zu finden sind.

Beide Datenbanken stehen seit Anfang des Jahres im Uninetz zur Verfügung.