Sieben Fragen an… Vincent Walter

Viele unserer Projekte vollziehen sich naturgemäß hinter verschlossenen Türen, was natürlich auch an den wertvollen Objekten liegt. Natürlich weiß die Community zum Beispiel von unserem Projekt der Erschließung von koptischen Papyrusfragmenten. Aber vielleicht noch nicht jeder hier in Leipzig. Wir finden das Thema sehr faszinierend und haben von den vielen Fragen, die wir hatten, sieben an unseren Kollegen Vincent Walter gestellt. Wir freuen uns sehr, dass er uns sein komplexes Arbeits- und Forschungsfeld so spannend und unterhaltsam nahe gebracht hat. Ein Riesendankeschön an ihn für diesen charmanten Beitrag! Und wenn er auflegt, möchten wir dabei sein …

1. Sie sind im Projekt „Erschließung und Digitalisierung koptischer Papyri (sog. K-Tafeln) im Bestand der Papyrus- und Ostrakasammlung der Universitätsbibliothek Leipzig“ angestellt. D. h. Sie sind Papyrologe, von denen es in Deutschland nur etwa 50 gibt, richtig? Wie sind Sie darauf gekommen, diesen Berufszweig einzuschlagen?

Zur Zahl der in Deutschland tätigen Papyrolog*innen kann ich ehrlicherweise gar nichts sagen, da die Papyrologie ja nur an ganz wenigen Orten als eigenständiges Fach geführt wird und sich außerdem anhand der jeweils untersuchten Sprache noch in diverse Subdisziplinen aufgliedert, sodass die meisten Kolleg*innen an ganz unterschiedlichen Institutionen arbeiten. Aber es handelt sich in jedem Fall um eine recht überschaubare Anzahl, ja.

Weiterlesen →

Sieben Fragen an… Ramona Buchmann, Claudia Kasper und Anke Stoye

Mit Ramona Buchmann, Claudia Kasper und Anke Stoye arbeiten in der Buchbinderei der UB Leipzig drei erfahrene Kolleginnen zusammen und das bereits seit vielen Jahren. Höchste Zeit also, ihnen unsere 7 Fragen zu stellen. Dies umso mehr, da der nächste Tag der offenen Tür, zu dem die Kolleginnen üblicherweise Einblicke in ihre Arbeit und die Werkstatt geben, wohl noch etwas auf sich warten lässt…

Weiterlesen →

Sieben Fragen an… Adriana Slavcheva

Seit dem Sommer arbeitet sie als Verstärkung des Open Science Office als Open Access Referentin für die Geistes-und Sozialwissenschaften: Frau Dr. Adriana Slavcheva. Wir möchten sie Ihnen heute in unserer Reihe „7 Fragen an …“ vorstellen und freuen uns, dass sie unsere Fragen so spontan beantwortet hat.

1. Welche geisteswissenschaftliche Disziplin haben Sie studiert und was faszinierte Sie daran am meisten?

Ich habe Germanistik, Deutsch als Fremdsprache und Russistik studiert und mich dabei auf Sprachwissenschaft spezialisiert. Am meisten faszinierten mich schon im Studium erwerbstheoretische Fragen – wie Menschen Sprachen erwerben, sei es ihre Muttersprache oder weitere (Fremd-)Sprachen. In meiner späteren Forschungstätigkeit am Herder-Institut der Universität Leipzig habe ich meine Begeisterung für die Korpuslinguistik entdeckt, bei der man sprachliche Strukturen durch empirische Analysen von authentischen Textsammlungen (sog. linguistischen Korpora) aufzuspüren versucht.

Weiterlesen →

Sieben Fragen an… Stefan Fischer

Seit dem 1. November 1977 hat er bei uns gearbeitet und ist der Leiter unserer Magazine in der Bibliotheca Albertina. Er geht am 1. September dieses Jahres in den Ruhestand. Das haben wir zum Anlass genommen, ihm einige Fragen zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu stellen.

1. Wie kam es überhaupt dazu, dass Sie in einer Bibliothek arbeiten und wie sind Sie im Magazin gelandet? 
Die Arbeit als Kokillengießer im 3-Schicht-System, nach der Lehre, war mit meinen Freizeitwünschen nicht kompatibel. An der Eingangstür zur Albertina rief dann ein Zettel mit der Aufschrift „Magazinmitarbeiter gesucht“ nach mir. So kam ich 1977 in die Universitätsbibliothek Leipzig.

Weiterlesen →

Unsere „Sieben Fragen an…“ als großes Doppelinterview

Mit unserem heutigen Blogbeitrag möchten wir gleich in doppelter Hinsicht einen Coup landen. Einerseits geht es um FOLIO. „The Future of Libraries is Open“ ist nämlich nicht nur eine äußerst weise Aussage, sondern auch der ausgeschriebene Name eines Bibliothekssystems, das auf Open-Source-Software basiert und das wir in diesem Sommer für die Verwaltung unserer elektronischer Medien in Betrieb genommen haben. Andererseits möchten wir einen Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten unserer Kolleg*innen geben. Deshalb haben wir Frau Schröer, Mitarbeiterin des Bereichs Digitale Dienste, und Frau Brüggemann, Leiterin der AG E-Medien, unsere sieben Fragen gestellt. Weiterlesen →

Sieben Fragen an… Ute Feller

…unsere langjährige Kollegin, die die Arbeiten in der Restaurierungswerkstatt beinahe dreißig Jahre wesentlich geprägt hat und sich nun, zu unser aller Erstaunen, auf ihren wohlverdienten Ruhestand freuen kann. (Hinweis: Dieses Gespräch entstand im Februar 2020.)

1. Liebe Frau Feller, Sie sind schon lange bei uns an der UB, wie lange eigentlich genau und was haben Sie vorher gemacht?

Ich habe den Beruf des Handbuchbinders von der Pike auf in der Restaurierungswerkstatt der Deutschen Bücherei gelernt, wo ich bis 1989 gearbeitet habe. Nach meiner Ausbildung studierte ich vier Jahre im Fernstudium an der Fachschule für Restaurierung am Museum für Deutsche Geschichte in Berlin. Seit dem 1. April 1989 bin ich in der Restaurierungswerkstatt der Universitätsbibliothek Leipzig tätig. Aus diesem „Aprilscherz“ wurden schließlich 31 Arbeitsjahre, in denen ich viele Kolleg*innen und auch Vorgesetzte habe kommen und gehen sehen.

Weiterlesen →

Sieben Fragen an… Linda Franz und Steffen Scholz

…Studentische Hilfskräfte der Bibliotheca Albertina.

1. Wie wird man/frau eine SHK? Was genau sind Ihre Aufgaben?

Linda: Die Frage, wie man in der Bibliotheca Albertina arbeiten kann, habe ich mir anfangs auch gestellt und wie sich herausgestellt hat, war die Antwort einfach: eine E-Mail mit einer Anfrage schicken – allerdings mit der Einschränkung, dass man mindestens im 3. Fachsemester sein muss. Zurzeit gibt es so viele am Job Interessierte, dass schon eine Warteliste existiert.

Das Gebäude der Albertina kennen wir wie unsere Westentasche

Die Aufgaben einer „Studentischen Hilfskraft“ – dafür steht das Kürzel SHK übrigens –, bestehen hauptsächlich aus dem Einsammeln und Einsortieren von Büchern, die in der Bibliothek von den Studierenden genutzt wurden. Manchmal, wenn es sich anbietet, machen wir auch Stellrevision oder wischen die Regale und Stühle ab. Ebenfalls stehen wir für Fragen der Nutzer*innen zur Verfügung, die bei der Navigation durch das Gebäude häufig aufkommen. Denn es ist ein netter Nebeneffekt, der sich bei uns SHKs einstellt, dass wir das Gebäude der Albertina inzwischen wie unsere Westentasche kennen.

Weiterlesen →

Sieben Fragen an… Franz Schollmeyer

… unseren neuen (aber nicht unbekannten) Mitarbeiter im Handschriftenzentrum.

1. Herr Schollmeyer, wer sind Sie und woher kommen Sie?

Ich bin in Dresden geboren, aufgewachsen aber in Pommritz, einem Dorf in der Oberlausitz, in einer Art Kommune. Später ging ich in das Internat der Kapellknaben nach Dresden. 2008 bin ich zum Studium der Germanistik nach Leipzig gekommen. Seit gut einem Jahr bin ich nun Mitarbeiter für Datenredaktion im DFG-Projekt Handschriftenportal.

Weiterlesen →

Sieben Fragen an… Julia Raschke

…  unsere Auszubildende, die seit Ende August einen Abschluss als „Fami“ vorweisen kann.

1. Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zur bestandenen „Fami“-Prüfung. Was versteht man eigentlich unter einem „Fami“ und was halten Sie von dieser Abkürzung?

Vielen Dank, ich bin froh, das kann ich Ihnen sagen!
Was versteht man nun unter einem „Fami“? Ein „FaMI“ ist ein/e Fachangestellter/e für Medien- und Informationsdienste. Es gibt fünf Fachrichtungen dieses Berufes: Bibliothek, Archiv, Information und Dokumentation, Bildagentur und Medizinische Dokumentation. Zu den Aufgaben in einer Bibliothek gehören die Erschließung und insbesondere die Vermittlung von Medien und Informationen sowie deren Erwerbung, die Bestandspflege, die technische Bearbeitung und Ordnungs- und Sortierarbeiten.
Was die Abkürzung betrifft, bin ich etwas ratlos. Will heißen, ich finde sie ungelenk, habe aber keine Alternative parat, die ich anbieten kann. Was ist mit Ihnen? Irgendwelche Ideen? Weiterlesen →

Sieben Fragen an… Leander Seige & Caroline Bergter

Leander Seige, Leiter des Bereichs Digitale Dienste und Caroline Bergter, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit haben mit einem engagierten Team den Kultur-Hackathon Coding da Vinci Ost koordiniert. Hier stellen sie sich unseren „Sieben Fragen“.

1. Was ist ein Hackathon, hackt man da im Marathon?

Das ist mit der Frage wunderbar auf den Punkt gebracht. Das Wort Hackathon setzt sich aus Hacken und Marathon zusammen. Leider wird der Begriff Hacken oft ganz falsch und einseitig im Kontext der Computerkriminalität verwendet. Tatsächlich bezeichnet Hacken einen kreativen, leidenschaftlichen, unkonventionellen Umgang mit Technik und Daten. Und so ist auch unser Kultur-Hackathon zu verstehen. Coding da Vinci Ost war eine weitere Ausgabe der Hackathon-Serie Coding da Vinci.

2. Was sind Kulturdaten?

Schon die Bereitstellung dieser Daten ist ein spannender Prozess

Diese Frage mussten wir uns im Laufe der Vorbereitungen auch stellen. Auf den ersten Blick werden natürlich Digitalisate (Scans) von Gemälden, Handschriften, Zeichnungen, Landkarten, Fotografien und so weiter darunter verstanden. Doch bei Coding da Vinci werden auch viele andere Daten verwendet: Videos, Sounds, 3D-Modelle und auch Metadaten, Tabellen und Listen ganz unterschiedlicher Herkunft stehen zur Verfügung. Weiterlesen →