Vielfalt wertschätzen, Klarheit unterstützen: Die Publikationsrichtlinie der Universität Leipzig

Am 19. März 2022 trat die Publikationsrichtlinie der Universität Leipzig in Kraft. Ihr Kern ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Wer an der Universität Leipzig forscht, macht dies bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen kenntlich. Das klingt einfach, erweist sich in der gelebten Praxis doch oft als kompliziert – und als verwandt mit einem ganzen Bündel von Themen rund um Transparenz beim wissenschaftlichen Publizieren. Dieser Beitrag beleuchtet die Hintergründe: Warum profitieren die Universität Leipzig und ihre Forschenden von dieser Richtlinie?

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Holzmehl und Historie

Im Jahr 1724 komponierte Johann Sebastian Bach (1685–1750) die Kantate „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ (BWV 26), die dem 2021 bewilligten KEK-Modellprojekt der Universitätsbibliothek Leipzig als Motto vorangestellt war. In seiner Funktion als Thomaskantor brachte Bach diese Kantate im Gottesdienst am Ende des Kirchenjahrs zur Aufführung, zu einer Zeit also, in der es um die Vergänglichkeit und Begrenztheit des Daseins geht. In Satz 3, einem Alt-Rezitativ, heißt es dort sinnfällig: „Die Wissenschaft und was ein Mensche dichtet,/wird endlich durch das Grab vernichtet.“

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Mut schafft Respekt – Sexualisierter Diskriminierung und Gewalt ruhig und souverän entgegentreten

Im Zusammenhang mit den Vorfällen von sexualisierter Belästigung in der Bibliotheca Albertina und der Campus-Bibliothek sowie im Hörsaalgebäude am Campus Augustusplatz, erschien am 16. Februar 2022 im Leipziger Universitätsmagazin ein Interview mit Georg Teichert, dem Leiter der Stabsstelle Chancengleichheit, Diversität & Familie. Er ist außerdem Teil einer neuen Arbeitsgruppe zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt an der Universität Leipzig, deren Einrichtung vom Senat am 8. Februar beschlossen wurde. Auch die UBL wird in dieser Runde personell vertreten sein.

In diesem Beitrag teilen wir das Interview, das von Michael Lindner, Pressesprecher der Universität Leipzig, geführt wurde.

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Von Abfahrtsskiern und osterzgebirgischen Städten

Die Digitalisierung der Leipziger Hochschulschriften 1949–1965

Die Universität Leipzig blickt auf eine lange Forschungstradition zurück, in der über Jahrhunderte hinweg zahlreiche Hochschulschriften entstanden, die das akademische Interesse und den Wissensstand ihrer Zeit bezeugen. Teilweise sind die Schriften unikal. Sie zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gehört zu den zahlreichen Aufgaben der Leipziger Universitätsbibliothek. Die Bestandserhaltung ist jedoch für jede Epoche vor eigene Herausforderungen gestellt. Während Holzwurm und Tintenfraß als Gefahr für mittelalterliche und frühneuzeitliche Schriften durchaus bekannt sind, sind die spezifischen Bedrohungen für jüngere Druckschriften, wie die Leipziger Dissertationen aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts, meist weniger geläufig.

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Neues Jahr, neue E-Books zur Auswahl

Die EBS-Pakete der UB Leipzig für 2022

Die UB Leipzig stellt Ihren Nutzer*innen jedes Jahr eine Auswahl an EBS-Paketen (EBS = evidence based selection) einzelner Verlage zur Verfügung.

Verlagsangebote begrenzt für ein Jahr

EBS-Modelle sind eine Form der Erwerbung, bei der vorrangig die Bibliotheksnutzer*innen entscheiden, welche E-Books aus den großen Angeboten der jeweiligen Verlage erworben werden sollen. Die Verlage stellen dabei für einen begrenzten Zeitraum –  meist von einem Jahr – ihr gesamtes Portfolio oder eine spezifische Sammlung zu einem bestimmten Themengebiet zur Verfügung, die über den Bibliothekskatalog auffindbar und zugänglich gemacht  werden.

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Translationswissenschaft trifft Open Access

Interview mit den Herausgebenden der neuen Open-Access-Zeitschrift Yearbook of Translational Hermeneutics

Die UB Leipzig baut in den vergangenen Jahren kontinuierlich ihre finanzielle Förderung und Stärkung von verlagsunabhängigen Open-Access-Infrastrukturen aus. So bietet sie seit 2021 ihren Service für die Verwaltung und Veröffentlichung von elektronischen Zeitschriften, der auf der Zeitschriftenverwaltungs- und Publikationssoftware Open Journal Systems basiert, für Angehörige der Universität Leipzig kostenlos an. Damit unterstützt sie die Wissenschaftler*innen dabei, neue Open-Access-Zeitschriften zu gründen, beziehungsweise etablierte Schriftenreihen und Zeitschriften auf Open Access umzustellen.

Ende 2021 konnte so die zweite Open-Access-Zeitschrift der Universität Leipzig online gehen – das Yearbook of Translational Hermeneutics (YTH), drei weitere befinden sich aktuell in Vorbereitung. Wir sprachen mit den Herausgebenden von YTH über die erste Ausgabe ihres Jahrbuchs und ihre Erfahrungen beim Aufbau der Open-Access-Zeitschrift.

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Erschließung und Teildigitalisierung der Bibliothek der Annenkirche in Annaberg durch die Universitätsbibliothek Leipzig

Mit Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und mit Unterstützung des sächsischen Landesdigitalisierungsprogramms (LDP) wird bis zum Frühjahr 2023 die Kirchenbibliothek der Annenkirche in Annaberg an der Universitätsbibliothek Leipzig katalogisiert. Rund 10 Prozent der Titel im Umfang von 52.000 Seiten werden darüber hinaus digitalisiert und im Internet veröffentlicht. Dabei handelt es sich um diejenigen Bücher, die in den deutschen Nationalbibliographien „Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts (VD16)“ und „Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD17)“ noch nicht nachgewiesen sind und demzufolge bisher ein Desiderat darstellten. Neben den Druckschriften sollen auch 150 Fragmente mittelalterlicher Handschriften erschlossen und ebenfalls digitalisiert werden. Bei diesen Makulaturfragmenten handelt es sich um von den Buchbindern wiederverwendeten mittelalterlichen Pergamenthandschriften. Sowohl die Erschließungs- als auch Bilddaten der Fragmente sollen im Handschriftenportal (HSP) bereitgestellt werden.

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Sieben Fragen an … Isolde Bertha

Zum Jahresende 2021 geht ein weiteres „Urgestein“, das lange ein unverzichtbarer Teil unserer Magazin-Crew war: Frau Isolde Bertha. Wir alle werden sie arg vermissen. Bei der Vorbereitung auf den Abschied ist ihrer langjährigen Kollegin Sabine Volkmer aufgefallen, dass sie, obwohl die beiden sich sehr gut kennen, manches doch nicht mehr weiß (oder nie gewusst hat). Deshalb hat sie einige, nämlich genau sieben, der vielen Fragen gestellt, auf die wir alle noch gern eine Antwort hätten, bevor sie dann … ja, was macht sie eigentlich dann?

Doch lesen Sie selbst, was Sabine Volkmer alles wissen wollte:

1. Liebe Isolde, viele die hier arbeiten, mich eingeschlossen, kennen die Bibliothek nur mit Dir. Seit wann genau bist Du aber hier und wie hat es Dich eigentlich damals ins Magazin verschlagen?

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