Sieben Fragen an …

Herrn Mokansky

Leiter der Arbeitsgruppe Digitalisierung

Mit diesem Beitrag starten wir in unserem Blog eine kleine Reihe unter dem Titel: „Sieben Fragen an…“. Dabei handelt es sich um kurze Interviews, in denen wir Einblicke in den Arbeitsalltag derjenigen Kolleginnen und Kollegen geben möchten, die ansonsten meist „hinter den Kulissen“ bleiben. Den Anfang machen wir mit Herrn Olaf Mokansky, einem noch recht neuen Kollegen, der im April 2017 die Leitung der Arbeitsgruppe Digitalisierung übernommen hat. Weiterlesen →

Openness an der UBL – von der Befreiung unserer Daten

Offenheit ist an der UBL schon seit Jahren Programm. Wir setzen an vielen Stellen Open-Source-Software ein und entwickeln sie weiter (Paradebeispiel ist unser Katalog) und betreiben für die Forschenden an der Universität Leipzig ein Open Science Office. Was zunächst vielleicht vage klingt – ›offen‹ bzw. ›open‹ sind nun mal Modewörter –, hat durchaus Methode: Bibliotheken strukturieren Wissen, sie schaffen Daten und auch Medien. Das können Katalogdaten sein, Software und gescannte Dokumente, aber auch Fotos und Schulungsmaterial. Wer über Offenheit in Bibliotheken spricht, meint: Diese Güter sollten Bibliotheken nicht horten oder gar vermarkten, sondern sollten sie der Allgemeinheit zurückgeben. Weiterlesen →

Lesen und lesen lassen: Text- und Data-Mining in lizenzierten Ressourcen der UBL

Stellen Sie sich vor, ein gefährliches Virus bricht aus.

Meldungen über Neuinfektionen häufen sich und Sorge macht sich in der Bevölkerung breit. Unter Zeitdruck suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach einer Gegenstrategie – und stehen zunächst vor einem Berg an Fachliteratur, der unmöglich in kurzer Zeit zu lesen ist.

Ansicht des Kapsids (Proteinhülle) des Zika-Virus (David Goodwill / Wikimedia Commons, CC-BY 4.0, unverändert)

So geschah es im vergangenen Jahr beim Ausbruch des Zika-Virus in Südamerika. Der Chemiker und Open-Science-Aktivist Peter Murray-Rust konnte zeigen: Für einen ersten Überblick ist es nicht nötig, hunderte wissenschaftliche Fachartikel zu lesen. Es ist besser, sie lesen zu lassen – von einer Software, die Informationen aus Texten extrahiert. Welche Themen tauchen im Kontext von Zika auf? Lässt sich die Verbreitung des Virus eindämmen oder gibt es Ansätze zur Therapie der Krankheit?

Dies ist nur ein Beispiel für eine Methode namens Text-Mining. Je nachdem, wie strukturiert die durchsuchten Quellen vorliegen, spricht man auch von Data-Mining oder allgemein von Text- und Data-Mining (TDM). TDM wird in nahezu allen Forschungsbereichen angewandt. (In diesem Artikel von Bastian Drees finden Sie viele weitere Beispiele und Details.) Forschende, die mit der Methode des TDM arbeiten, sind immer auf den uneingeschränkten Zugang zu Texten und Daten angewiesen. In der Praxis ist das kein Problem bei gemeinfreien Werken oder Open-Access-Publikationen. Komplexer ist die Rechtslage bei aktueller wissenschaftlicher Fachliteratur, wo der Zugang durch Lizenzierung erworben werden muss: Manche Lizenzverträge erlauben TDM, manche nicht. Erst die Novellierung des deutschen Urheberrechtsgesetzes, die im März 2018 in Kraft tritt, sieht eine allgemeine Erlaubnis von TDM unter gewissen Einschränkungen vor (Gesetzentwurf, §60d).

Auf dieser Seite erhalten Sie bis dahin Auskunft darüber, ob unsere Lizenzen die Erlaubnis zu TDM beinhalten. Benötigen Sie Informationen zu den genauen Nutzungsbedingungen dieser Bestände oder Unterstützung beim Zugriff, so wenden Sie sich bitte an das Open Science Office.

Tear down this wall!

Über das Suchen und Finden von Open-Access-Artikeln

Schon einmal dringend ein Paper benötigt, und dann auf der Verlagswebseite vor der Paywall gestrandet?

Gerade keine Zeit für die Lieferdienste der Bibliothek, und erst recht keine Lust, 30 € oder mehr an den Verlag für den Download zu bezahlen?

Welche Möglichkeiten gibt es, innerhalb kürzester Zeit zu überprüfen, ob eine Open-Access(OA)-Version des Artikels irgendwo im Netz verfügbar ist?

Wir zeigen hier einige Beispiele: Weiterlesen →

Von Checklisten und Stolpersteinen

Die lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten war ein voller Erfolg

Kurz vor acht erfolgt das letzte „Abklatschen“ der Beteiligten, darunter sind zwölf MitarbeiterInnen der UBL, neun MitarbeiterInnen des Academic Lab, MitarbeiterInnen vom Studentenwerk, vom Hochschulsport und auch vom Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung.

Sie alle nehmen ihre Mappen und heften ihre Namensschilder ans Revers. Dann schwärmen sie aus zu ihren Standorten, die sich alle in den westlichen Teilen der Bibliotheca Albertina befinden. Es soll ja Studierende geben, die ohne Mühe Hausarbeit um Hausarbeit produzieren. Sie sollen auch in dieser Nacht ungestört arbeiten können. Zumal durchgehend geöffnet ist: Sie können bis zum Morgengrauen arbeiten. Es ist ein Experiment, das da in der Zusammenarbeit vom Academic Lab und der Universitätsbibliothek gewagt wurde – und es ist gelungen. Ziel war es, die vielfältigen Angebote in einer Nacht vorzustellen und so auf einen Blick zu präsentieren, wo und wie Studierende beim Verfassen ihrer Hausarbeiten Hilfe und Beratung erhalten können. Weiterlesen →

Schreib(t)räume werden wahr

Am 16. Januar 2017 war es soweit: Die ersten Promovierenden konnten die neuen Arbeitsplätze in der Bibliotheca Albertina beziehen. Zusätzlich zu den acht Carrels in der Albertina und den vier Carrels in der Campus-Bibliothek gibt es seit diesem Jahr den sogenannten Promovierendenarbeitsraum. Eingerichtet wie ein moderner Workspace sind zwölf Arbeitsplätze entstanden, ausgestattet mit  großzügigen Schreibtischen, jeweils einem PC mit zwei drehbaren Bildschirmen sowie Apothekerschränken und Regalen. Damit bieten die Arbeitsplätze in luftiger, heller Atmosphäre genügend Raum für individuelle „Schreib-Räume“.

„Zusammen und doch allein“ ist also das Motto derer, die nach der ersten Bewerbungsrunde das Glück hatten, einen dieser Plätze zu erhalten. Vorzugsweise werden sie an Promovierende der Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben, da diese häufig nicht in strukturierte Doktorandenprogramme eingebunden sind. Buchen kann man die Plätze für sechs Monate, eine Verlängerung ist nicht möglich. Damit heißt es im Sommer in einer neuen Bewerbungsrunde wieder: Neues Spiel, neues Glück.

Über unser gesamtes Serviceangebot für Promovierende an der Universität Leipzig können Sie sich hier informieren.

Das Urheberrecht, ein nicht unterzeichneter Rahmenvertrag und seine Folgen

Aktuell: Die aktuelle vorweihnachtliche Entwicklung auf dem Weg zu einer tragbaren Lösung der § 52a UrhG Problematik sieht nun zunächst eine Verlängerung der Regelung nach altem Stand vor.
Die Bereitstellung urheberrechtlich geschützter Werkteile über Lernplattformen ist bis zum 30. September 2017 wie bisher möglich, die im Blogbeitrag folgenden rechtlichen Informationen sind bis dahin unbeachtlich.


Wie Sie aus dem Schreiben des Prorektors für Bildung und Internationales zum § 52a UrhG vom 30. November 2016 entnehmen konnten, wird die Universität Leipzig, wie viele andere Hochschulen auch, dem Rahmenvertrag mit der VG Wort nicht beitreten. Die Gründe wurden in diesem Schreiben ausführlich dargelegt.

Zwar haben Ende vergangener Woche Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und VG Wort bekanntgegeben, bis zum Jahresende 2016 einen einvernehmlichen Lösungsvorschlag vorzulegen, bis dahin gilt jedoch: Ab dem 01.01.2017 dürfen urheberrechtlich geschützte Textwerke nicht mehr in digitalisierter Form auf den Lernplattformen bereitgestellt werden. Auch müssen bis zum 31. Dezember 2016 Texte, die in vergangenen Semestern im Rahmen von Lehrveranstaltungen öffentlich zugänglich gemacht wurden, aus den Lernplattformen entfernt werden.

Wir möchten darüber informieren, was in Zukunft noch möglich ist: Weiterlesen →

Donnerstag ist Kaffeetag

„Coffee Lectures“ in der Bibliotheca Albertina

Halb eins. Mittagstief. Die Augen fallen langsam zu. Ein Schläfchen bietet sich an, oder? Halt! Seit Anfang November versorgen das Academic Lab (AL) und die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) Sie wöchentlich mit Kurzvorträgen rund ums wissenschaftliche Arbeiten, zur Literaturrecherche und der berüchtigten Prokrastination. All das innerhalb der Zeit, die Sie sonst zum Leeren einer Kaffeetasse brauchen. Und die gibt’s von uns noch gratis dazu.

Sogenannte „Coffee Lectures“ sind ein bewährtes Konzept, um einen knackigen Einblick in die vielfältigen Angebote einer wissenschaftlichen Einrichtung zu gewähren und Themen zum wissenschaftlichen Schreiben und Arbeiten aufzugreifen.

Die nächsten Themen sind:

  • 24. November 2016 (UBL): Das vierblättrige Kleeblatt im Heuhaufen… Recherchestrategien
  • 01. Dezember 2016 (AL): What’s wrong with this sentence?
  • 08. Dezember 2016 (AL): In a nutshell: Welches Vokabular ist wichtig…
  • 15. Dezember 2016 (UBL): Googelst du noch oder recherchierst du schon? Wozu gibt’s denn Datenbanken?
  • 12. Januar 2017 (UBL): Von Gold zu Grün und zurück. Open Access
  • 19. Januar 2017 (UBL): Wo sich Tolkien das Geld zum Schreiben verdiente: das Oxford English Dictionary als unverzichtbares Instrument beim Lesen und Schreiben englischer Texte
  • 26. Januar 2017 (UBL): Bücher für meinen Laptop! E-Books

Für alle Interessierten, die wenig Zeit und/oder einen niedrigen Blutzuckerspiegel mitbringen: Jeden Donnerstag um 12:30 Uhr im Fürstenzimmer der Bibliotheca Albertina.

Wem das Appetit auf mehr macht, dem empfehlen wir eine unserer zahlreichen umfangreichen Schulungen.

Der Letzte macht das Licht aus…

Zeit, die Kaminfeuer zu löschen!

Wie schnell sich manchmal alles ändert. Bevor wir im Jahr 2014 unsere alte „Flotte“ an Rechnern zugunsten der jetzigen PCs austauschten, gab es im Vorfeld lange Diskussionen, ob das überhaupt nötig sei. Denn, so wurde argumentiert: es haben doch heutzutage alle ihren eigenen Laptop mit dabei. Weit gefehlt: Mittlerweile sind die standardmäßig mit Office, Bildbearbeitung und sonstigen hilfreichen Programmen ausgestatteten PCs eine selbstverständliche Bereicherung im Bibliotheksalltag. Die Ausnutzung ist durchgängig hoch – manchmal, wie in den Prüfungszeiten, fast zu hoch, zumindest in den Augen derer, die keinen freien Platz finden.

Mit dem Austausch übernahmen wir vorerst das alte Sicherheitskonzept, die PCs nach fünf Minuten Untätigkeit automatisch herunterzufahren. Aber wer schreibt, muss auch lesen und einmal in einen Text vertieft, sind fünf Minuten schneller rum, als man umblättern kann. Offensichtlich entspricht dieses Konzept nicht mehr Ihrem Arbeitsverhalten, denn mittlerweile können wir zahlreiche mehr oder weniger kreative Lösungen beobachten, um das Herunterfahren der PCs zu verhindern:
Flaschen oder sonstige schwere Gegenstände werden auf die Tastatur gestellt, lodernde Kaminfeuer, tanzende Kasper oder flüchtende Pokémon beleben die Bildschirme…

Das alles ist natürlich nicht Sinn der Sache, weshalb wir nun das automatische Herunterfahren zum 10. August 2016 ausschalten werden.

Damit sind Sie das offensichtlich lästige Überwachen der Runterfahrzeiten los und können nun entspannt die Kaminfeuer löschen.

Denken Sie aber bitte unbedingt daran, nach Beendigung Ihrer Arbeit nicht nur Ihre Daten zu sichern, sondern sich immer auszuloggen.

Die „Flying Librarians“ unter Palmen

Was machen die MitarbeiterInnen der UB Leipzig eigentlich, wenn sie nicht mit Rat und Tat den NutzerInnen der Bibliothek zur Seite stehen?

Genau – Sie gehen für die Universität laufen! So geschehen zum 5. RUNiversität Leipzig Lauf am 29. Juni im Palmengarten. Angetreten sind wir mit 2 Teams im Staffellauf 4 x 2,5 km und einem Kollegen im 10 km Fitness-Run. Wie man sieht, hatten wir eine Menge Spaß, auch wenn es ausnahmsweise mal nicht um Bücher, Daten und Informationen ging.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Lauf!

Mehr Informationen RUNiversität

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