#BibTour: Medizin

Weiße Kittel und andere Klischees

Das Bild von Studierenden der Medizin ist stark klischeebehaftet. Es reicht von aufgeputschten und multiple choice-geprüften Lernmaschinen bis zu von sich selbst überzeugten Ärztetöchtern, die einmal die Praxis der Eltern übernehmen. Ähnlich starken Vorurteilen begegnen vielleicht noch Jura- und BWL-Studierende.

Die Zentralbibliothek Medizin trägt mit ihrem eher gelassenen baulichen Charme genauso wenig zu diesen Klischees bei, wie die Benutzer und Benutzerinnen, die wir beim Gang durch die Lesesaalbereiche des Backsteinbaus erblicken. Es herrscht eine betriebsame und konzentrierte Stimmung, und weiße Kittel suchen wir hier vergeblich.

Klinische Gemütlichkeit?

Im Erdgeschoss werden wir dennoch darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns in der Zentralbibliothek Medizin befinden: deckenhoch weiße Kacheln an den Wänden, geziert von ein paar Röntgenbildbetrachtern und in den Regalen stehen die blauen und grünen Lehrbücher, die typisch für das Medizinstudium sind. „Hier war der Operationssaal der Neurochirurgie. Im Sommer wurde hier zum Teil bei 38 Grad operiert“, erzählt uns Christiane Hofmann, Fachreferentin für Medizin. Weiterlesen →

Umbau des Westflügels: ein fulminanter Abschluss

Eine Universitätsbibliothek ist für angehende und fortgeschrittene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler da. Die Bibliotheca Albertina ist vor zwei Jahren mit verlängerten Öffnungszeiten und einem offenen Magazin den Bedürfnissen der Wissenschaft schon ein ganzes Stück näher gerückt, und nun auch noch dies: Es gibt einen neuen Vortragssaal! Der alte Vortragsraum lag in der zweiten Etage mitten in der Benutzungsebene, der neue liegt jetzt im Erdgeschoss direkt hinter dem (ebenfalls neuen) Café Alibi. Der alte fasste 80 Personen, der neue fast 200.

Der Raum kann für Vorträge und Tagungen bestellt werden und ist für Mitglieder der Universität Leipzig kostenfrei, allerdings müssen die Einzelheiten der Nutzung mit der Öffentlichkeitsarbeit der UB Leipzig abgesprochen werden. Wir sind sehr stolz auf diesen neuen Raum, denn kaum eine andere Bibliothek in Deutschland kann sich rühmen, einen so schönen Saal (in der Architektur von Arwed Rossbach von 1891) zu besitzen, in einer so günstigen Größe und mit neuester Technik.

Die Bibliotheca Albertina wird im Erdgeschoss immer stärker zu einem Scharnier zwischen ruhigem Studieren und Darübersprechen, zwischen Forschen und öffentlicher Darlegung der Forschung. Mit dem Umbau des Westflügels (Vortragssaal und Café) sind die letzten Gelder investiert, die seit Anfang der 1990er Jahre für den Wiederaufbau der Bibliotheca Albertina staatlicherseits zurückgelegt waren. Wir glauben, sie sind gut investiert. Und die hohe Nachfrage nach dem Raum gibt uns Recht. Nach sieben Jahren Umbau Erdgeschoss ein fulminanter Abschluss!

Zwei große Bauprojekte

Am 20. August 2015 schließt die Bibliothek Erziehungswissenschaften ihre Pforten. Die Bestände werden interimistisch in der Bibliotheca Albertina den Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung gestellt. Damit wird die nächste Etappe der Standortkonsolidierung an der UB eingeläutet. Was ist in den kommenden Jahren geplant?

bauer_liebigstrasse

Wir freuen uns sehr, dass bis 2018/2019 zwei große Bauprojekte fertiggestellt werden. Da ist zum einen der Umbau und die Sanierung des Speisenversorgungszentrums in der Liebigstraße 23/25. Dort entstehen eine Bibliothek für die Medizin und die Naturwissenschaften, die Lernklinik der Medizinischen Fakultät und eine neue Mensa.

Der Zusammenschluss der medizinischen und naturwissenschaftlichen Bibliotheken in eine große, ist ein Plan, den wir gemeinsam mit den betroffenen Fakultäten seit Jahren verfolgen. Ziel ist es, den bibliothekarischen Service für diese Fächer deutlich zu erhöhen. Das sind lange Öffnungszeiten, die bisher in den kleinen Bibliotheken nicht machbar waren, weshalb die Studierenden gezwungen waren, in der Albertina oder der Campus-Bibliothek zu arbeiten. Dazu gehören aber natürlich auch 285 Arbeitsplätze verschiedenster Ausstattung (Einzelarbeitsplätze, Gruppenarbeitsräume, ein Eltern-Kind-Raum, Schulungsraum, Sofas und Sessel). Ein weiterer großer Vorteil wird sein, dass die Bücher der verwandten Fächer unter einem Dach zu finden sind. Für die Medizinerinnen und Mediziner ist besonders interessant, dass Lernklinik und Bibliothek in einem Gebäude sein werden. Die Fertigstellung ist hier für 2018/2019 geplant.

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Die Planungen für das Bildungswissenschaftliche Zentrum in der Jahnallee sind jünger und hängen mit dem deutlichen Aufwuchs der Erziehungswissenschaften und deren Einzug in den Campus Jahnallee zusammen. Dort entsteht ein Neubau mit Hörsälen, einem Forschungskindergarten, Büros für die Erziehungswissenschaften und einer gemeinsamen Bibliothek Erziehung/Sport. Beide Standorte entsprachen mit ihrem umfangreichen Magazinbestand und veralteten Leseplätzen nicht mehr den heutigen Standards. Auch hier wollen wir bestmöglichen modernen Bibliotheksstandard bieten. So werden alle Bestände frei zugänglich nutzbar sein. Mit 230 Arbeitsplätzen werden deutlich bessere Arbeitsbedingungen für die Fächer geschaffen. Die Gruppenarbeitsräume werden auch außerhalb der regulären Bibliotheksöffnungszeiten nutzbar sein.

Baumaßnahmen in der Bibliotheca Albertina – Fortschritte

Endspurt, die Bauarbeiten sind so gut wie beendet!
Besuchen Sie die neue Leselounge mit dem Café Alibi,  das Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr geöffnet hat. Aber nicht ohne vorher einen Rundgang durch die neue Dauerausstellung im Foyer gemacht zu haben. Alle Infos zur Ausstellung finden Sie auch hier: foyer-albertina.de

Fortschritte:

barrierefreie Zugänge Lesebereiche Ost/West – fertig!
Schutz der denkmalgeschützten Türen – fertig!
Leselounge im EG West – fertig!
Café Alibi im EG West – fertig!
Dauerausstellung im Foyer – fertig!
Vortragsraum im EG West – fertig!

 

»Widerschein der Buchkultur«

Das Gebäude der Bibliotheca Albertina ist schön, es hütet aber auch Geheimnisse. Zuerst das eigene Geheimnis seiner Wiederauferstehung: Es ist in wesentlichen Teilen ein Neubau, der 2002 abgeschlossen wurde. Wer glaubt das? Künftig wird ein Foto der Treppe im Zustand von 1991 alle daran erinnern. Sechs Bilder sind es insgesamt, die im Gang zur Leselounge in den ehemaligen Fensternischen zu sehen sein werden und das Gebäude in alter Schönheit und auch mit Kriegswunden zeigen.
Das größte Geheimnis aber sind die Schätze, wahres Weltschrifterbe. Weil es bei uns immer wieder neue Wechselausstellungen gibt, könnte man vergessen, dass gerade dort die seltenen Stücke nur selten auftauchen. Sie bekommen künftig zehn Präsentationstafeln sowohl im Gang vor dem Ausstellungsraum (fünf herausragende Handschriften) wie auch im Gang beim Rückgabeautomat (Eine Bibliothek der Bibliotheken: Die Sammlungsherkünfte werden erläutert).

Alles LED-beleuchtet! Warum das? Weil es schön aussieht, weil es neugierig macht, weil es in einer von Reklame verstellten Welt ein Gegengewicht von Bildern geben muss, die nachdenklich machen.

Andere Gründe? Schauen Sie selbst und lassen Sie es uns wissen. Die Präsentation hochvergrößerter Fotografien ist ein Experiment, das noch niemand gewagt hat. Und wir können es wagen, weil wir die Wüstenrot Stiftung als Unterstützerin gewonnen haben: für das Einmalige, für das Unerhörte, für das Attraktive – für uns!

Ihr Ulrich Johannes Schneider

Ab Mai im Westflügel…

Hier wird bald die neue Leselounge und das Café Alibi beherbergt sein

Foto: Berges/Perchermeier

Die Bibliotheca Albertina erhält eine Leselounge, ab Mitte Mai 2015 in der westlichsten Ecke des Erdgeschosses. Das ist neu. Es wird gut 80 Sitzplätze geben, auf Stühlen und auf Sitzstufen an den Fenstern, wo es auch ordentlich viele Steckdosen geben wird. Wir freuen uns drauf! Geöffnet ist die Leselounge von 8 bis 24 Uhr.

Wir freuen uns auch auf das Café Alibi, das dort einziehen wird. Der Name ist in einem kleinen Wettbewerb unter Studierenden entschieden worden. Der Pächter selbst ist in einem Ausschreibungsverfahren ermittelt worden, das vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement durchgeführt wurde. Wir bekommen einen erfahrenen Gastronomen, der bereits das Café im Haus des Buches und im Grassi-Museum betreibt. Öffnungszeiten voraussichtlich 10 bis 19 Uhr.

Die Bibliotheca Albertina wird mit der Leselounge und dem Café Alibi ab Mitte Mai 2015 neue gastliche Räume für Nutzerinnen und Nutzer erhalten, die auch für die Gäste des Hauses und die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher zur Verfügung stehen.

Übrigens wird ab Mai 2015 auch eine neue Dauerausstellung im Foyer der Bibliotheca Albertina eingerichtet werden, u. a. in den Gängen, in denen das bisherige Café untergebracht war. Die Cafébar war immer nur ein Provisorium, ein erfolgreiches zwar, aber ohne Erweiterungsmöglichkeiten. Wir danken den Betreibern der Cafébar für den guten Service und freuen uns auf einen Neubeginn mit neuen Leuten an neuer Stelle.

Ulrich Johannes Schneider

Vortragsraum und „Café Alibi“

In der Bibliotheca Albertina gehen die Handwerker ein und aus.
Was tut sich und was kommt?

In den äußersten Westflügel wird ein Vortragsraum samt Vorraum eingebaut.
Wo vorher Magazin war und früher der einzige Lesesaal des halbzerstörten Gebäudes, werden künftig 200 Menschen bequem Platz finden können. Für Tagungen und Einzelvorträge ideal geeignet, wird der neue Vortragsraum im Mai fertiggestellt und spätestens im Juli mit Stühlen und Technik ausgestattet sein.
Auf dem Weg zum neuen Vortragsraum passiert man die Leselounge. Dort können sich Studierende zum Lesen, Sprechen und Arbeiten niederlassen – auf den neuen Sitzstufen in den Fensternischen, oder traditionell auf Stühlen.

Geöffnet von 8 bis 24 Uhr, wird in der Leselounge auch das neue Café untergebracht. Vermutlich spätestens im Mai wird der Betrieb aufgenommen werden können.  Die Studierenden haben abgestimmt und „Café Alibi“ gewählt. In diesem Eckraum – ehemals die Handschriftenabteilung im provisorischen Gebäude – ist für 100 Menschen Platz. Weiterlesen →

DAS VOTING! – Im Freiraum, im Westen in der Ecke, mit oder ohne Alibi, mit Albertine oder Tina… wo wollen Sie Ihre Pausen genießen?

Wir freuen uns sehr über die rege Beteiligung im Namensfindungsprozess für die neue Leselounge in der Albertina und über all die kreativen Vorschläge, die uns über unser blog, Facebook oder per E-Mail erreicht haben. Wie soll er nun heißen, der gerade im Entstehen begriffene neue Aufenthalts-, Pausen-, Kaffee-, Tee-, Lese-, oder Was-auch-immer-man-zu-tun-gedenkt-Raum in der Bibliotheca Albertina?

Sie haben es uns wirklich nicht leicht gemacht. Es gab Literaturreferenzen wie den Fuchsbau (Harry Potter) und Die Lederne Grotte (Stadt der träumenden Bücher), Reminiszenzen an Personen des öffentlichen Lebens wie Edward Snowden oder historische Persönlichkeiten wie Karl Marx. Von Alice im Wunderland bis Arnold Schwarzenegger haben Sie kulturell referenziert … Da war es schwierig genug aus den vielen tollen und manchmal auch lustigen Beiträgen eine erste Auswahl zu treffen. Aber unseren er- und belesenen Namensauswahlspezialistinnen und Spezialisten ist die unlösbare Aufgabe gelungen und wir freuen uns, hier in demokratisch-unalphabetischer Reihenfolge die heißesten Namens-Kandidaten vorstellen zu dürfen!

Zur Abstimmung zugelassen wurden (Tusch!):

  1. Alberts Tina bestechend durch Einfachheit und Charme in der Ausführung!
  2. Das Alibi, ursprünglich vorgeschlagen als Alibi Albertini, hier hat uns neben dem Wohlklang auch die Erklärung schwer beeindruckt! Zur Wahl steht die verkürzte Fassung…
  3. Freiraum. Das steht für sich – ein Traum von einem Namen.
  4. Aus der Feder einer Proust Leser_in erreichte uns der poetische Name Albertine… kann ein ordentlicher Kaffee verlorene Zeit sein?
  5. Der Name Westcafé könnte helfen, nicht im Offenen Magazin nach dem Kaffee zu suchen…
  6. und Last but not Least: das Eckcafé. Ebenso pragmatisch-praktisch wie der „Westen“, mit etwas mehr Verruchtheit im Nachgang. Im Eck was Neues?
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Wir sind gespannt, welcher Name Ihnen am besten gefällt! Eine Woche lang bleibt das Wahllokal geöffnet… also ab an die Urnen bzw. die Klicks!

Name gesucht – wir brauchen Vorschläge…!

Die Bibliotheca Albertina bekommt eine Leselounge! Schon jetzt sind hier und da die Bohrer zu hören, beschäftigt aussehende Handwerker gehen ein und aus. Es wird in unserem schönen historischen Gebäude mal wieder gebaut … Was passiert nun genau? Im Westflügel (links vom Eingang) wird eine Leselounge mit Café entstehen. Es wird endlich einen Raum geben, der in Pausen zum Nichts-tun, Verweilen, Plaudern und Kaffee trinken einlädt. Arbeiten ist natürlich auch nicht verboten … Mit 100 Sitzgelegenheiten wird es dann in Zukunft hoffentlich auch ausreichend Platz für alle geben. Im Frühjahr 2015 können wir das Ergebnis bestaunen!

Dieser neue Ort braucht natürlich auch einen angemessenen, tollen Namen! Bisher haben wir noch keinen und nun sind alle gefragt: machen Sie uns Namens-Vorschläge, hier im Blog. Im November werden wir unsere Favoriten zur Abstimmung vorstellen. Der Gewinner-Name bekommt von uns eine kleine Überraschung …

Wir wollen Holz!

Wir auch.

Es freut uns sehr, dass Sie sich für den Erhalt der Holztüren in der Albertina engagieren und das auf einem unserer Aushänge spontan zum Ausdruck gebracht haben. Natürlich bleiben sie uns erhalten, denn auch wir finden sie prächtig und möchten auf keinen Fall darauf verzichten. Nur ständig DEFEKT sollen sie nicht sein.

bauplan_türDeshalb werden, um sie zu schützen, Glastüren dahinter gebaut und somit können sie offen stehen bleiben und wir haben alle etwas davon. Keine laut zuschlagenden oder gar verschlossenen Zugänge mehr, sondern leicht und leise zu öffnen und sogar barrierefrei zugänglich.

Das ist doch was, oder?