Im Mai dieses Jahres eröffnete die Ausstellung „Insektenwissen. Historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde“, die beeindruckende Abbildungen und Präparate von Insekten präsentiert. Um die Aufmerksamkeit von Studierenden und Besucher*innen der Bibliotheca Albertina zu wecken und sie in den etwas versteckten Ausstellungsraum zu führen, sollte ein lebensgroßer Termitenhügel im Foyer entstehen. Nach einer großen Sammelaktion der gesamten Belegschaft der Universitätsbibliothek Leipzig und wochenlanger Arbeit ist es geschafft: Der leuchtend orangene Berg mitten im Foyer ist nicht zu übersehen. Der Prozess dieser Entstehung sowie die Bedeutung des Hügels sollen in diesem Blogbeitrag dargestellt werden.
Weiterlesen →Gruppenfoto der Mitarbeiter*innen des neuen Bereichs „Bibliotheken und Service“ beim Kick-Off-Termin „ZusammenWachsen: die erste Etappe BibServ“.
Ein Beitrag von Lucia Hacker und Astrid Vieler
Im Jahr 2025 wurde in der Universitätsbibliothek Leipzig ein umfassender Konsolidierungsprozess umgesetzt, der unter anderem die bis dahin in zwei verschiedenen Organisationseinheiten operierenden Benutzungs- und Servicedienste in einem neuen Bereich bündelt. Ziel war es, gewachsene Strukturen zusammenzufassen, Zuständigkeiten klarer zu definieren und die bereits enge Zusammenarbeit der elf Standorte der UB organisatorisch effizienter abzubilden.
Weiterlesen →Die Mitarbeitenden der UBL waren in verschiedenen Formaten in den Organisationsentwicklungsprozess einbezogen. Auf den Mitarbeiterversammlungen wurde regelmäßig über die Ergebnisse berichtet.
Ein Beitrag von Dr. Anne Lipp und Dr. Henriette Rösch
Die Universitätsbibliothek Leipzig blickt mit ihren 483 Jahren auf eine lange Tradition zurück, die auch darin besteht, sich laufend den Anforderungen, die sich aus der Veränderungsdynamik des Forschens, Studierens, Publizierens und Rezipierens ergeben, anzupassen. Diese Anpassungsleistung zeigt sich nicht nur an neuen Dienstleistungen oder der Umgestaltung der Lernräume, sondern muss sich auch in der Verfasstheit der UBL – sowohl in ihrer Organisationsstruktur als auch in den internen Abläufen widerspiegeln.
In den Jahren 2024 und 2025 fand zu diesem Zweck ein umfassender, extern begleiteter Organisationsentwicklungsprozess statt, der sowohl die Ablauf- als auch die Aufbauorganisation untersucht hat. Eine wesentliche Veränderung mit Blick auf die Aufbauorganisation der UBL ist die Gründung des neuen Bereichs „Open Science“ und mit Blick auf die Ablauforganisation die Einführung eines Rollen- und Prozessmodells.
Weiterlesen →Auf andere Gedanken kommen in der Bibliothek Medizin/Naturwissenschaften
Die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) möchte die Studierenden der Universität Leipzig bestmöglich bei ihrem Studium unterstützen. Dafür werden u. a. umfangreiche Literatur (digital und gedruckt) für Lehre und Forschung zur Verfügung gestellt und Veranstaltungen angeboten, die beim wissenschaftlichen Umgang mit den Werken helfen sollen. Lesen einfach nur zur Entspannung oder das Durchblättern von schönen Büchern war bis vor Kurzem kein Ziel der Literaturversorgung. Das hat sich mit der Einrichtung der Literarischen Apotheke in der Bibliothek Medizin/Naturwissenschaften (BMN) geändert.
Weiterlesen →Autorinnen: Patricia F. Blume & Sophia Manns-Süßbrich
Alastair Jollans übergibt der UBL seine einzigartige Sammlung von Tauchnitz-Büchern und eröffnet neue Horizonte des englisch-deutschen Kulturtransfers
Das Tauchnitz-Fieber hat die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) erfasst. Die Ursache misst etwa 12 mal 16 Zentimeter, ist klein und handlich, oft in rotem Einband oder als unscheinbare Broschur mit zurückhaltender Gestaltung; darin der literarische Kanon des 19. und frühen 20. Jahrhunderts von Autor*innen aus Großbritannien und den USA. Dazu die Gebrauchsspuren von Generationen von Leser*innen.
Mit der Tauchnitz-Faszination hat sich die UBL bei dem Briten Alastair Jollans angesteckt. Er trug über Jahrzehnte eine umfangreiche und beeindruckende Sammlung von Bänden aus dem Leipziger Tauchnitz Verlag zusammen. Am 10. Juni 2026 übergibt er sie feierlich der UBL.
Weiterlesen →Autorinnen: Melanie Brauser und Lisa Perchermeier
Ein Rückblick zum Abschied
In den vergangenen 14 Jahren waren wir montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr live über unsere Website erreichbar. Am 20. März 2026 ging der Chat der Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) zum letzten Mal online. Ein passender Moment, um auf diese Zeit zurückzublicken und einen besonderen Service zu würdigen.
Weiterlesen →Reaktionen auf unsere Warnung vor betrügerischen KI-generierten Büchern beim Verlag „tredition“
Vor vier Wochen berichteten wir an dieser Stelle über verdächtige Bücher, die in mehreren Bibliotheken aufgetaucht waren. Sie sahen auf den ersten Blick wie normale musikwissenschaftliche und historische Fachbücher aus. Beim genaueren Lesen entpuppten sie sich als KI-generierter Textmüll. Die Autorennamen waren erfunden, die Texte enthielten gravierende inhaltliche Fehler und verwiesen auf nicht existierende Quellen. Wir stellten fest, dass ein Betrüger massenhaft pseudowissenschaftliche Fake-Bücher auf den deutschsprachigen Markt gebracht hatte, und nannten ihn Klaas Klever. Hier berichten wir, wie Klaas Klever überführt wurde, wie der Verlag „tredition“ reagiert hat und was Vertreter*innen der betroffenen Fächer dazu sagen.
Weiterlesen →Sieben Perspektiven aus der Wissenschaft
Seit Kurzem bietet die Universitätsbibliothek Leipzig ein kompaktes, modular aufgebautes Lernangebot zum Thema Forschungsdatenmanagement (FDM) an. In offen lizenzierten Videos werden die wichtigsten Grundlagen zu sechs zentralen FDM-Themen vermittelt: Forschungsdatenmanagement im Kontext von Open Science und guter wissenschaftlicher Praxis, Datenmanagementplan, Datenorganisation, Metadaten, rechtliche Fragen sowie Archivierung und Veröffentlichung von Forschungsdaten. Im ersten Teil des Blogbeitrags „Videobausteine für den Einstieg ins Forschungsdatenmanagement“ haben wir die Hintergründe des Projekts und die produzierten Erklärvideos vorgestellt.
Dieser zweite Teil des Blogbeitrags widmet sich nun sieben Interviews mit FDM-Praktiker*innen (Link zu YouTube), die in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Medienproduktion ergänzend dazu entstanden sind. Die Interviews zeigen, wie FDM in unterschiedlichen Disziplinen umgesetzt wird und verbinden auf diese Weise die theoretischen Inhalte der Erklärvideos mit konkretem Erfahrungswissen.

Mit dem Abschluss der brandschutztechnischen Ertüchtigung der Bibliotheca Albertina im Dezember 2025 fand ein Vorhaben seinen erfolgreichen Abschluss, dessen Anfänge mehr als ein Jahrzehnt zurückreichen. Bereits im Juni 2012 wurde das zugrunde liegende Brandschutzkonzept vorgestellt, gefolgt von intensiven Planungsphasen ab 2013. Nach vorbereitenden Maßnahmen ab 2015 und umfangreichen Voruntersuchungen begann die bauliche Umsetzung schließlich im Oktober 2017.
Weiterlesen →Warnung vor dem Betrug mit KI-generierten pseudowissenschaftlichen Büchern am Beispiel „tredition“
Auf den ersten Blick wirken sie spannend, die musikwissenschaftlichen Bücher des Verlags „tredition“ aus Ahrensburg bei Hamburg. Da gibt es beispielsweise eine Biografie von Johann Christoph Bach (1642–1703), über den die Forschung bislang wenig weiß. Oder ein Werk über den bisher kaum beachteten Leipziger Musiktheoretiker, Komponisten und Professor am Konservatorium Salomon Jadassohn (1831–1902). Wenn Nutzende einer Bibliothek sich grundsätzlich für Musik, die Bach-Familie und Leipzig interessieren, sollte die Bibliothek diese Bücher anschaffen – oder?
So dachten offenbar die Verantwortlichen in Bibliotheken in Leipzig, Dresden, Weimar und Hannover, die laut Karlsruher Virtuellem Katalog Exemplare dieser Bücher besitzen. Sie sind einem Betrug aufgesessen. Dieser Beitrag erklärt die Masche und zeigt, wie Bibliotheken und Forschung damit umgehen. Betroffen sind jedoch nicht nur Profis in Bibliotheken, sondern potenziell alle Lesenden, Studierenden und sogar seriöse wissenschaftliche Autor*innen. Erhöhte Wachsamkeit ist gefragt!
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