Wenn Maschinen von mittelalterlichen Wasserzeichen träumen

Autoren: Johannes Filter, Dr. Christoph Mackert, Leander Seige

Coding Da Vinci 2017

Auch in diesem Jahr hat sich die Universitätsbibliothek Leipzig wieder als Datengeber am Kultur-Hackathon Coding da Vinci beteiligt. Die von Wikimedia Foundation, Open Knowledge Foundation, dem Berliner Digitalisierungszentrum Digis und der Deutschen Digitalen Bibliothek durchgeführte Veranstaltung fand 2017 zum vierten Mal statt. Viele Bibliotheken, Museen und Galerien haben auch in diesem Jahr neue Datensätze unter freien Lizenzen bereitgestellt, um den zahlreichen KünstlerInnen, HackerInnen und DesignerInnen den kreativen Umgang mit den Daten zu ermöglichen. Die Universitätsbibliothek Leipzig hat diesmal ihre Sammlung digital aufbereiteter Wasserzeichen beigesteuert. Diese Sammlung wurde von Johannes Filter aus Potsdam genutzt, um neuronale Netze zu trainieren und mit Hilfe träumender Algorithmen digitale Kunstwerke zu erstellen. Weiterlesen →

Sieben Fragen an …

Herrn Mokansky

Leiter der Arbeitsgruppe Digitalisierung

Mit diesem Beitrag starten wir in unserem Blog eine kleine Reihe unter dem Titel: „Sieben Fragen an…“. Dabei handelt es sich um kurze Interviews, in denen wir Einblicke in den Arbeitsalltag derjenigen Kolleginnen und Kollegen geben möchten, die ansonsten meist „hinter den Kulissen“ bleiben. Den Anfang machen wir mit Herrn Olaf Mokansky, einem noch recht neuen Kollegen, der im April 2017 die Leitung der Arbeitsgruppe Digitalisierung übernommen hat. Weiterlesen →

Von Sternzeichen, Medaillons und Drehscheiben

Die magischen Handschriften der Universitätsbibliothek Leipzig

Schon lange ist die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) für ihre vielfältigen und hochwertigen historischen Sammlungen bekannt, die beispielsweise den Papyrus Ebers oder den Codex Sinaiticus einschließen. Weniger bekannt ist hingegen die Tatsache, dass die UBL auch über eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen neuzeitlicher Handschriften zu den Themen Magie, Alchemie, Astrologie und Zauberkunde verfügt. Anlass genug, einen Einblick in diesen außergewöhnlichen Textkorpus zu gewähren. Weiterlesen →

Die räuberische Zeitschrift…

 …oder woran man die Qualität wissenschaftlicher Journale erkennen kann

Das Open Science Office der Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) unterstützt Wissenschaftlerinnen  und Wissenschaftler auch bei Publikationen in OA-Zeitschriften. Dabei prüft es seit vier Jahren die Qualität wissenschaftlicher Zeitschriften. Diese Arbeit wird umso wichtiger, als dass in der Wissenschaftscommunity zunehmend Stimmen ob der mangelnden Seriosität und Qualität vermeintlich wissenschaftlicher Zeitschriften kursieren. In folgendem Beitrag erläutern die Kolleginnen und Kollegen vom Open Science Office anhand von Beispielen, woran man solche „betrügerischen“ Zeitschriften erkennen kann und geben wichtige Hinweise für die Einschätzung deren Qualität.

Anzahl Zeitschriften in…
…PubMed: 5.634
…Directory of Open Access Journals: 10.286
…Web of Science Core Collection: 11.791
…Scopus: 37.979

Die Legende von der räuberischen Zeitschrift – engl. Predatory Journal  – geht so: Sie verführt den zum Publish or Perish verdammten Wissenschaftler zur schnellen und einfachen Publikation gegen Bezahlung einer gewissen Summe. So macht sie entweder am Naiven oder gar am Mutwilligen regelmäßig fette Beute.

In der Realität ist der Übergang zwischen Schwarz und Weiß aber immer noch Grau und fließend und wir sind im Open Science Office daher nicht besonders traurig über die Abschaltung der Beall’schen Blacklist zum Anfang des Jahres. Dennoch: Seit der Gründung der ersten wissenschaftlichen Zeitschrift im Jahre 1665 ist viel passiert und die Lage wird zunehmend unübersichtlich. Unter den geschätzt mindestens 40.000 wissenschaftlichen Zeitschriften gibt es neue Titel bei bekannten Verlagen, neue Verlage mit bekannten Strategien, neue Begutachtungsverfahren und verlagsunabhängige Initiativen bis hin zu radikalen Open-Access-Verfechtern. Wie soll man da den Überblick behalten oder als wissenschaftlicher Nachwuchs eine Übersicht überhaupt erst erlangen?

Vor dieser Frage stehen wir auch im Open Science Office, denn der Open-Access-Publikationsbereich ist besonders innovationsfreudig. Im Folgenden geben wir daher einige Anregungen, woran man sich bei der Beurteilung einer Zeitschrift orientieren kann und was dabei zu beachten ist. Wie kann ich als Autor oder Autorin sicherstellen, dass die Früchte einer Forschungstätigkeit in einem möglichst reputablen Journal erscheinen?

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Ein heißer September trotz niedriger Temperaturen

Das Team der Videospieleforschung an der Universitätsbibliothek Leipzig hat einen ereignisreichen Monat hinter sich

Auch wenn der September 2017 mit seinen durchschnittlichen 20° C eher in der Norm lag, war er für das diggr-Team doch außergewöhnlich heiß. Viele in den vergangenen Monaten im Projekt gesponnene Fäden liefen in diesen vier Wochen zusammen und markierten einen wichtigen Meilenstein – darüber wird im Folgenden berichtet. Weiterlesen →

Eine Woche voller kodikologischer Detektivarbeit und neuer Entdeckungen

Arbeit mit Hs.kurs

Der Sommerkurs zur Handschriftenkultur des Mittelalters

Vom 17. bis 23. September 2017 fand der 6. Alfried Krupp-Sommerkurs für Handschriftenkultur unter dem Titel „Handschriftenkultur des Mittelalters für Fortgeschrittene“ in der Bibliotheca Albertina statt. An dem durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und den Mediävistenverband e.V. geförderten und interdisziplinär ausgerichteten Kurs nahmen 21 Studierende und Doktorierende aus sieben Ländern teil.

Das Ziel des Kurses war es, den Teilnehmenden eine vertiefte Einführung in die vielseitige Arbeit mit mittelalterlichen Handschriften zu geben, sowohl durch Lehreinheiten mit mediävistischen Fachleuten als auch durch praktische Übungen und intensive Arbeit an den Originalen: Aus dem reichen Bestand der UB Leipzig wurde für den Kurs etwa ein Dutzend noch größtenteils unerschlossener Handschriften ausgesucht, die die Teilnehmenden in kleinen Gruppen bearbeiteten. Weiterlesen →

Experimente im Video

JoVE gibt Einblicke in Forscher-Labore

Die UBL hat bis Ende 2018 das Biologie- und Medizin- Video-Journal von JoVE (Journal of Visualized Experiments) testweise lizenziert.

In JoVE können Wissenschaftler ihre Manuskripte und dazugehörige professionell produzierte Videos publizieren. So kann die Fachcommunity vom Wissen anderer Forschungsgruppen profitieren und dadurch Material und Zeit sparen. Die Videos führen in das Experiment ein, zeigen die reale Durchführung und die Auswertung der Ergebnisse.
JoVE-Veröffentlichungen durchlaufen zunächst einen Peer-Review-Prozess, um die Qualität sicherzustellen und werden im Anschluss mit den Forschenden im Labor aufgezeichnet. Das Manuskript (inkl. Quellenangaben und detaillierter Beschreibung des Experiments) sowie das fertige Video stehen dann online zur Verfügung. Dort kann das PDF heruntergeladen und das Video beliebig oft angesehen werden.

Außerdem stehen in vielen Gebieten (Chemistry, Physics usw.) Open Access Veröffentlichungen zur Verfügung, die frei zugänglich sind. JoVE-Artikel können Sie zum Beispiel in unserem Katalog finden. Gerade im medizinischen Kontext können Sie auch wie gewohnt Literaturrecherchen in PubMed durchführen und dort ebenfalls Treffer im J. Vis. Exp., also JoVE, angezeigt bekommen.

Jeder JoVE Artikel besitzt eine DOI und kann wie gewohnt mit Autor, Titel, Journal und Identifier zitiert werden. Die Quellenangabe wird jeweils auf Artikelebene angezeigt und kann einfach in Ihr Literaturverwaltungsprogramm exportiert werden.
Bei Fragen zu diesen Themen können Sie sich gern an Claudia.Woeckel@medizin.uni-leipzig.de wenden.

Bildquelle: Drew Hays/Unsplash

Open Source Software für Bibliotheken

In Hamburg treffen sich die Anwender der Katalogsoftware VuFind

Die Community, die das Open Source-Discoverysystem VuFind in Deutschland nutzt, kommt am 28. und 29. September 2017 zum jährlichen Anwendertreffen in der SUB Hamburg zusammen. Mit tub.find, beluga und dem frühen Projekt bachelopac hat die Anwendung von VuFind eine lange Geschichte und viele Anwender in Hamburg. Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung! Das Programm ist online auf vufind.de zu finden.

Die UB Leipzig ist bei diesem Treffen mit einigen Beiträgen vertreten: Weiterlesen →

Rückgabe geraubter Bücher an Freimaurerloge

Unterzeichnung der Übergabeprotokolle mit Vertretern der BSB (Dr. Stephan Kellner), der ZLB (Sebastian Finsterwalder) und der UBL (Cordula Reuß) durch den Nationalen Großmeister der Loge

Drei Bibliotheken, darunter auch die UBL, gaben am 27. Juli 2017 gemeinsam über 80 geraubte Bücher an Berliner Freimaurerloge zurück

Die UBL hat mit Mitteln aus dem Haushalt des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien in einem Projekt von 2009 bis 2011 systematisch nach unrechtmäßig erworbenen oder übernommenen Beständen aus der Zeit von 1933 bis 1973 gesucht. Dabei konnten ca. 5.000 Bände mit Verdacht auf NS-Raubgut ermittelt werden, die in einer Datenbank erfasst sind.

Restituiertes Buch mit der Zugangsnummer 37 Td 1540


Restituiertes Buch mit der Zugangsnummer 37 Td 1540

Die Suche nach ihren Besitzern, die juristische Klärung der Eigentumsverhältnisse sowie die Kontaktaufnahme und schließlich die Rückgabe an die rechtmäßigen Eigentümer sind dabei ein langer Prozess.

Am 27. Juli 2017 wurden nun bei einem gemeinsamen Termin mit der Bayerischen Staatsbibliothek München (BSB) und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) insgesamt 80 Bücher aus dem Besitz der in Berlin ansässigen Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ (GNML) präsentiert und überreicht. Die UBL übergab dabei 22 Titel aus dem Besitz der Loge „Zur goldenen Mauer“ Freiberg, deren Rechtsnachfolger die Nationalloge ist. Weiterlesen →