#BibTour. Campus-Bibliothek

„Books around the clock“

Eine 24-Stunden-Bibliothek, das ist 2008 noch immer ein Novum. Lediglich Dortmund, Karlsruhe und Konstanz als große Universitätsstädte können zu diesem Zeitpunkt mit Öffnungszeiten „around the clock“ bei Ihren Benutzerinnen und Benutzern punkten. Wobei „almost around the clock“, das trifft es wohl eher: in der Universitätsbibliothek Dortmund herrscht dann doch zwischen Samstag, 24 Uhr und Montag, acht Uhr so etwas wie Betriebsruhe. Nicht so bei der Leipziger Campus-Bibliothek. Als sie im Herbst 2009 ihren Betrieb aufnimmt, ist sie an jedem Öffnungstag rund um die Uhr geöffnet. Damit ist sie die erste 24-Stunden-Bibliothek Sachsens. Und noch immer ist sie etwas Besonderes für Studierende aller Fächer: für den Erhalt ihrer 24-Stunden-Bibliothek treten die Studierenden der Universität Leipzig wiederholt ein. Falls nötig, wie 2013, auch mit Sitzblockaden. Weiterlesen →

Sie lebe 43.800 mal hoch! hoch! hoch! hoch! ….

Heute wird die Campus-Bibliothek fünf Jahre alt. Das bedeutet fünf Jahre beinahe ununterbrochener Arbeitszeit, von früh bis spät, Tag und Nacht. Daraus ergibt sich die stattliche Zahl von ungefähr 43.800 Öffnungsstunden.
Das ist sehr wohl ein Anlass zu feiern und zu danken. Eine solche Bibliothek zu leiten und am Laufen zu halten, ist nicht einfach. Die erste 24h Bibliothek in Leipzig (!), das bedeutet auch, dass die Mitarbeiter sich kaum an ähnlichen Sachverhalten orientieren konnten. Vieles wurde zum ersten Mal ausprobiert und dann routiniert in die Arbeitsprozesse eingebettet. Die Ausleih-und Rückgabeautomaten der UB Leipzig wurden beispielsweise hier zum ersten Mal in Betrieb genommen. An dieser Stelle sei den Kollegen gedankt für die tolle Arbeit!

Aber nicht alles an der Campus-Bibliothek ist neu. Sowohl Teile des Bestandes als auch das Gebäude sind natürlich älter als fünf Jahre und weisen eine überaus interessante Geschichte auf, die eng mit der der Universität verbunden ist: Die Bücher stammen teilweise noch aus der Handelshochschule, das Gebäude war bereits seit den 70er Jahren Bestandteil des Campus und diente früher den Geisteswissenschaftlern als bibliothekarisches Domizil, bevor diese in die renovierte Bibliotheca Albertina ziehen konnten. Einen  kurzen historischen Abriss der Entstehungsgeschichte finden Sie derzeit im Eingangsbereich der Campus-Bibliothek in Form einer kleinen Ausstellung.

Viele Erinnerungen  sind in diesen Räumen hängen geblieben, und auch wenn sich die Atmosphäre und die Arbeitsweise geändert haben mögen, so tun Sie doch das Gleiche wie Ihre Vorgänger: Sie lesen, schreiben, lernen, arbeiten und schlafen auch mal… in der Campus-Bibliothek.

Keine Bibliothek ohne unsere Nutzer! Deshalb geht an Sie alle natürlich auch der Dank für fünf Jahre in der Campus-Bibliothek, in denen Sie uns treu waren und auch Geduld und Verständnis bewiesen haben, wenn etwas mal nicht gleich klappte.
So feiern wir heute die fünf Jahre und hoffen, dass es noch lange heißt: „Books around the clock!“

… das Ende vom Ersten …

Liebe Bibliotheks_Besucher_Innen,

er war der Erste hier, mit den Jahren sichtlich gealtert unter unseren Füßen, unansehnlich geworden unter so vielen Schritten, zerrieben mit jedem Tritt. Und unvermeidlich ist sein Ende.

Der originale Fußbodenbelag im Erdgeschoss der Campus-Bibliothek wird teilweise entfernt und durch einen neuen ersetzt. Einziger Wermutstropfen:

die Bibliothek muss leider vom 11.8.2014, 8.00 Uhr – 25.08.2014, 8.00 Uhr geschlossen werden. Die Ausleihe der Präsenzliteratur erfolgt ab 8.8.2014, 16.00 Uhr am Service.

Zu gerne hätten wir eine andere Lösung gefunden. Nun ja, das Schöne dieser Unvermeidlichkeit ist doch, so ganz ohne Ausreden der Bibliothek entfliehen zu können, für Sonne, Sand und … Softeis.

Einen schönen Sommer!

Jana Gehring

 

Bibliothek Psychologie zieht in die Campus-Bibliothek

Am 14. März ist die Bibliothek Psychologie zum letzten Mal in der Seeburgstraße geöffnet und wird danach in der Campus-Bibliothek ihr Interimsquartier beziehen. Bereits nach wenigen Tagen finden Sie die Bücher im neuen Freihandbereich Psychologie im 1. Untergeschoss der Campus-Bibliothek.

Die Campus-Bibliothek bleibt während des Umzugs wie gewohnt rund um die Uhr geöffnet. Allerdings werden wir einige Arbeitsplätze zeitweilig sperren müssen und auch Lärmbelästigungen werden sich vor und während der Umzugstage nicht ganz vermeiden lassen. Dafür bitten wir um Verständnis.

Ute Stephan

24h-Campus-Bibliothek ist voll belegt – bitte weichen Sie aus …

Rund 4000 BesucherInnen durchlaufen täglich die zentral gelegene 24h-Campus-Bibliothek mit angrenzender Mensa und Cafeteria; verlockend, hier zu lernen.
Kein Festival, kein Konzert, keine Demo – einfach nur 4000 Gäste, Tür auf, Tür zu, die hier betreut werden möchten in nur einer von mehreren Zweigbibliotheken der Universitätsbibliothek Leipzig. Ungefähr 4000 LeserInnen und 550 Computerplätze im Wettstreit – damit ist unser Limit an Aufnahmekapazität mehr als erreicht.

„Bibliotheken sollen für alle da sein: Bildung, Forschung, Treffpunkt- und Begegnungsort“!
Dieser Gerechtigkeitsgedanke kränkelt angesichts der Mangelware Arbeitsplätze.

Stimmen werden laut, dass viele NutzerInnen nicht am Medienangebot, sondern ausschließlich am kostenlosen Surfen und Chatten interessiert seien und somit die Lesesäle der Campus überfrequentierten und die Fremdleser erst …
Es stellt sich somit die Frage, wie Forschungs- bzw. Lernarbeit, Beisammensein und Besprechungen geprüft werden sollen. Ist Kontrolle Schikane, sind Parkscheiben Schikane? „Nur für Campus-Anwohner“ – werden wir allen LeserInnen, auch denen aus anderen Zweigbibliotheken, gerecht im Sinne: „Bibliotheken sollen für alle da sein!“?

Was wäre mit einer Platzreservierung gegen Aufpreis – nicht etwa eine Monopolisierung? Oder gar eine Platz-App – zu visionär?

Oder sollten die NutzerInnen etwa zu individuellen Lösungen greifen?

Die momentane Prüfungsumgebung ist unbefriedigend und frustrierend; wir wissen um diese Problematik und ringen um eine Lösung für ca. 4000 Personen pro Tag.

Jana Gehring