#ClosedButOpen: Einblicke in die Ausstellung „Von der Schönheit und den Leiden der Pferde“

Eigentlich würden wir im Moment in der Bibliotheca Albertina und in der Galerie im Neuen Augusteum die große Doppelausstellung „Von der Schönheit und den Leiden der Pferde“ zeigen. In der Albertina würden die Blicke über die historischen Pferdebücher gleiten, manchmal würde das leise Klappern von Hufen zu hören sein und in der Galerie würde ein Pferdeskelett grüßen, knapp drei Meter lang und zwei Meter hoch, das auf Instagram noch vor der Eröffnung auf den Namen „Pferdinand“ getauft worden war.
Die Eröffnung konnten wir am 4. März noch mit 200 Gästen feiern. Auf die restlichen Besucher*innen, die Pferdespezialist*innen, Pferdeliebhaber*innen und anderen Neugierigen muss die Ausstellung nun etwas länger warten.

  • Blick in den Ausstellungsraum in der Bibliotheca Albertina. Foto: Thomas Kademann/UB Leipzig
  • Das Skelett "Pferdinand" in der Galerie im Neuen Augusteum. Foto: Marion Wenzel/Kustodie
  • Trockenpräparate zweier Lungenflügel des Pferdes im Ausstellungsraum in der Albertina. Foto: Thomas Kademann/UB Leipzig
  • Galerie im Neuen Augusteum mit Mukelpferd von Willy Zügel (Abguss). Foto: Marion Wenzel/Kustodie

Dabei ist es ein Glück, dass ein solches Ausstellungsprojekt sich nicht in der Ausstellung selbst erschöpft. Es setzt sich fort in den Kooperationen, die es geschaffen hat. Die Ausstellung und der zugehörige Katalog widmen sich den Beständen der ehemaligen Königlichen Tierarzneyschule Dresden, die 1923 nach Leipzig kamen. Um die Sichtung von tausenden Publikationen, Druckgrafiken und Objekten in einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu bewerkstelligen, haben sich die Veterinärmedizinische Fakultät, die Kustodie und die Universitätsbibliothek der Universität Leipzig zusammengetan. Dies schloss auch die konservatorische Sicherung und anschließende Digitalisierung von 800 Lehrtafeln durch die UB Leipzig ein. Außderdem wurden alle Abbildungen aus den Büchern für den Katalog neu digitalisiert, die medizinischen Präparate und Objekte vor Ort in den Veterinärmedizinischen Sammlungen fotografiert.

  • Für den Katalog fotografiert: mit Polyurethan verfülltes Trockenpräparat eines Pferdedarms. Foto: Punctum
  • Konkremente des Pferdes, die sich in Hohlorganen bilden. Foto: Punctum
  • Metallgestell mit Dauergebiss eines Pferdes. Foto: Punctum
  • Lehrtafel, Kopf des Pferdes mit Nerven, oberflächige Schicht 150 x 100 cm. Foto: UB Leipzig

Der so entstandene Katalog ist 256 Seiten stark und hat knapp 400 Illustrationen. Geschrieben wurde er vom Historiker Mustafa Haikal, der bereits den Katalog zur Ausstellung „Unheimliche Nähe. Menschenaffen als europäische Sensation“ verfasst hat, die 2016 in der Bibliotheca Albertina zu sehen war. Solange der Katalog an den Ausstellungsorten nicht verkauft werden kann, ist er über wbg – Wissen. Bilderung. Gemeinschaft erhältlich. Ein Probekapitel aus dem Katalog finden Sie auf der Ausstellungswebsite, wo wir Sie natürlich auch über die Fortsetzung des Rahmenprogramms informieren, sobald ein solches wieder möglich ist.
Bis dahin warten wir geduldig, bis wieder die Zeit für Ausstellungen gekommen ist und freuen uns, hier zur Überbrückung einen kleinen Einblick in beide Ausstellungsräume geben zu können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.