Mit dem Abschluss der brandschutztechnischen Ertüchtigung der Bibliotheca Albertina im Dezember 2025 fand ein Vorhaben seinen erfolgreichen Abschluss, dessen Anfänge mehr als ein Jahrzehnt zurückreichen. Bereits im Juni 2012 wurde das zugrunde liegende Brandschutzkonzept vorgestellt, gefolgt von intensiven Planungsphasen ab 2013. Nach vorbereitenden Maßnahmen ab 2015 und umfangreichen Voruntersuchungen begann die bauliche Umsetzung schließlich im Oktober 2017.

Das Projekt, in insgesamt 13 Bauabschnitte gegliedert, umfasste sämtliche Bereiche des Gebäudes – vom Keller bis unter die Kuppel. Seit 2018 wurden schrittweise zunächst die öffentlich zugänglichen Bereiche bearbeitet, bevor sich die Maßnahmen über die Obergeschosse, Verwaltungsbereiche und Magazine erstreckten. Parallel dazu erfolgten Eingriffe in die technische Infrastruktur, darunter der Umbau von Lüftungs- und Klimaanlagen, die Erneuerung zentraler Versorgungseinheiten sowie der Bau einer Netzersatzanlage im Hof des Gebäudes.
Der erste Blogbeitrag zum großen Brandschutzvorhaben – von 2019:
Die Komplexität der Maßnahmen zeigte sich nicht nur im baulichen Umfang – etwa der Erneuerung von Leitungsführungen, dem Einbau moderner Brandmelde- und Entrauchungssysteme oder der Anpassung historischer Bauelemente an aktuelle Sicherheitsstandards –, sondern auch in der logistischen Herausforderung. Über 280.000 Bände mussten im Verlauf der Arbeiten mehrfach bewegt werden um Baufreiheit zu schaffen und zugleich den Bibliotheksbetrieb aufrechtzuerhalten. Mitarbeiter*innen mussten rundum sukzessive ihre Büros räumen und zeitweise in Interimsräumen untergebracht werden.


Trotz erheblicher Einschränkungen gelang es, die Nutzung der Bibliothek über die gesamte Bauzeit hinweg sicherzustellen. Dies erforderte eine enge Abstimmung aller Beteiligten: Insgesamt fanden über 190 Bauberatungen sowie zahlreiche Koordinierungsrunden statt. Die abschnittsweise Durchführung der Arbeiten ermöglichte es, Beeinträchtigungen zu begrenzen, stellte jedoch zugleich hohe Anforderungen an Planung und Flexibilität.
Mit der Fertigstellung der letzten Bauabschnitte und der abschließenden Nacharbeiten im Jahr 2025 entspricht die Bibliotheca Albertina nun den aktuellen brandschutztechnischen Anforderungen und gewährleistet damit den Schutz von Personen, Beständen und Gebäude.

Alle Fotos im Beitrag, sofern nicht anders angegeben: Thomas Kademann
Unsere kleine Brandschutz-Chronik auf dem Blog
Über die Jahre entstanden außerdem noch diese beiden lesenswerten „Wasserstandsmeldungen“ rund um die Brandschutzmaßnahmen:











