Sieben Fragen an… Leander Seige & Caroline Bergter

Leander Seige, Leiter des Bereichs Digitale Dienste und Caroline Bergter, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit haben mit einem engagierten Team den Kultur-Hackathon Coding da Vinci Ost koordiniert. Hier stellen sie sich unseren „Sieben Fragen“.

1. Was ist ein Hackathon, hackt man da im Marathon?

Das ist mit der Frage wunderbar auf den Punkt gebracht. Das Wort Hackathon setzt sich aus Hacken und Marathon zusammen. Leider wird der Begriff Hacken oft ganz falsch und einseitig im Kontext der Computerkriminalität verwendet. Tatsächlich bezeichnet Hacken einen kreativen, leidenschaftlichen, unkonventionellen Umgang mit Technik und Daten. Und so ist auch unser Kultur-Hackathon zu verstehen. Coding da Vinci Ost war eine weitere Ausgabe der Hackathon-Serie Coding da Vinci.

2. Was sind Kulturdaten?

Schon die Bereitstellung dieser Daten ist ein spannender Prozess

Diese Frage mussten wir uns im Laufe der Vorbereitungen auch stellen. Auf den ersten Blick werden natürlich Digitalisate (Scans) von Gemälden, Handschriften, Zeichnungen, Landkarten, Fotografien und so weiter darunter verstanden. Doch bei Coding da Vinci werden auch viele andere Daten verwendet: Videos, Sounds, 3D-Modelle und auch Metadaten, Tabellen und Listen ganz unterschiedlicher Herkunft stehen zur Verfügung. Weiterlesen →

UBL tritt internationaler Entwickler-Community OLE bei

Logo der OLE Community

Die UB Leipzig ist seit Mai 2018 neuestes Mitglied der internationalen Open Library Environment (OLE) Community, die sich der gemeinsamen Entwicklung quelloffener Bibliothekssoftware verschrieben hat. Aber welche Vorteile bringt uns diese Mitgliedschaft – und was bedeutet sie eigentlich genau?

Offenheit ist an der UBL schon seit Jahren Programm. Unser Engagement im Bereich Open Source, Open Data und Open Science gehört mittlerweile zum Selbstverständnis unserer Bibliothek. Nicht zuletzt verdanken wir das Prädikat Bibliothek des Jahres 2017 auch diesem Engagement. Mit 7 von 10 erfüllten Kriterien ist die UB Leipzig zudem ein würdiger Träger des Open Library Badge 2016. So einfach der Begriff “Offenheit/Openness” auch wirkt, er bedeutet für Bibliotheken weltweit viel Arbeit, personelle und auch finanzielle Ressourcen. Was wir im Gegenzug gewinnen ist Unabhängigkeit, Innovationskraft, eine stärkere Eigenkompetenz und natürlich einen breiteren offenen Zugang zu Informationen.

Für den Bereich Open Source Software lässt sich eine einfache Formel aufstellen: Weiterlesen →

Openness an der UBL – von der Befreiung unserer Daten

Offenheit ist an der UBL schon seit Jahren Programm. Wir setzen an vielen Stellen Open-Source-Software ein und entwickeln sie weiter (Paradebeispiel ist unser Katalog) und betreiben für die Forschenden an der Universität Leipzig ein Open Science Office. Was zunächst vielleicht vage klingt – ›offen‹ bzw. ›open‹ sind nun mal Modewörter –, hat durchaus Methode: Bibliotheken strukturieren Wissen, sie schaffen Daten und auch Medien. Das können Katalogdaten sein, Software und gescannte Dokumente, aber auch Fotos und Schulungsmaterial. Wer über Offenheit in Bibliotheken spricht, meint: Diese Güter sollten Bibliotheken nicht horten oder gar vermarkten, sondern sollten sie der Allgemeinheit zurückgeben. Weiterlesen →