Piazza d‘ Albertina

Die Luft prickelt und knistert vor Konzentration und geistiger Regsamkeit. Auf den Arbeitstischen liegen Bücher, Unterlagen, Stapel von Papier, Stifte, Laptops oder sonstige Endgeräte manchmal gar das ein oder anderen Maskottchen. Es ist Prüfungszeit. Draußen ist es kalt, Schneeflocken fallen sacht auf die Glasüberdachung. Vor allem in den späten Nachmittags- und frühen Abendstunden füllt sich das Haus noch einmal merklich. Die Stimmung ist ruhig und entspannt. In der großen Eingangshalle der Albertina wird geplaudert, manch ein ermattetes Hirn sucht Entspannung, braucht Koffein, Kalorien, Zucker oder alles zusammen. Manchmal wird es richtig eng und man findet keinen Platz wo man seine Suppe löffeln oder den Kaffee trinken kann. Wir wissen darum und suchen nach Lösungen!

Denn entgegen aller Unkenrufe, dass auf Grund wachsender E-Book und E-Journal-Bestände, mit Zugangsmöglichkeiten von zu Hause aus, die Bibliotheken nach und nach verwaisen könnten, sieht die Realität ganz anders aus. Gemeinsam allein sein, scheint das Motto zu lauten. Die Bibliothek als Lern-, Arbeits- und Kommunikationsort nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert im Leben und Lernen, (nicht nur der Studierenden) ein.

Wir versuchen dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, ob durch die ausgedehnten Öffnungszeiten in den großen Häusern oder auch aktuell durch die Sonntagsöffnungszeiten in der Albertina während der Prüfungsvorbereitungen. In diesem Jahr – als Folge der regen Nachfrage − erstmals an sechs statt fünf Sonntagen.

Ebenso sind wir bestrebt, möglichst viele unterschiedliche Räume und Arbeitsorte zu schaffen: sei es zum ganz ruhigen Arbeiten in einer unserer kleinen laptopfreien Arbeitszonen oder in den eher kreativ-geschäftigen Eingangsbereichen der großen Lesesäle, in den stillen Nischen der Lesebereiche in den Zwischenetagen oder in der wuseligen Atmosphäre mitten im Leben, mitten auf dem Campus der 24h-Bibliothek.

Welche Arbeitsumgebung bevorzugen Sie? Arbeiten Sie lieber nachts, z.B.  in der Stille und Einsamkeit der Campus-Bibliothek oder bevorzugen Sie die Vertrautheit der kleineren Zweigbibliotheken? Hilft Ihnen das gemeinsame Fleißig-sein in den großen Lesebereichen in Ihrer Konzentration oder ziehen Sie sich am liebsten in eine ruhige Nische zurück? Verabreden Sie sich zum gemeinsamen Bibliotheksbesuch oder sind Sie eher der Typ „Lonely Rider“ und arbeiten am besten ungestört zu Hause?

Erzählen Sie es uns. Wir freuen uns auf Ihre Meinung …

Mein kleiner grüner Kaktus….

Wir begrüßen unseren Kaktus des Monats „Januar“. Er schmückt das Foyer der Bibliotheca Albertina, am Eingang zur Ausstellung „Römers Garten – ein Spaziergang durch die Pflanzenbuchsammlung der Universitätsbibliothek Leipzig“. Der Besitzer ist Roy Wolf, Student der Kulturwissenschaften. Im Rahmen eines Seminars haben er und seine Kommiliton_innen an der Ausstellungsvorbereitung mitgewirkt.

Übrigens – am 22.01.2014 tut sich wieder etwas in der Ausstellung: wir blättern um. Somit werden weitere fremde Schönheiten und Gewächse Europas zu sehen sein. Am 22.01.2014 ist die Ausstellung während des Blätterns erst einmal geschlossen. Um 15 Uhr starten wir dann in die neue Pflanzenauswahl mit einer Führung (Eintritt frei). Wer also bis jetzt noch nicht da war, sollte sich beeilen und uns bis zum 21.01. besuchen. Die Türen sind bis 18 Uhr geöffnet.

Sonntags in die Ausstellung „Römers Garten“ – Führung am 19.01., 15 Uhr

Es ist Winter, aber in der Bibliotheca Albertina blühen die Blumen! Am Sonntag, den 19.01. um 15 Uhr, leitet der Kurator der Ausstellung „Römers Garten“, Prof. Ulrich Johannes Schneider, die Besucherinnen und Besucher durch einen Garten der besonderen Art. Die aufwendig präsentierten, oft sehr seltenen Pflanzenbücher, die der  UB 1871  testamentarisch von Rudolph Benno von Römer vermacht wurden, stellen einen außergewöhnlich wertvollen Schatz dar. Aus der Sammlung von ca. 2.600 Bänden sind 70 besonders schöne Exemplare zu bewundern. Die Führung dauert 40 Minuten und ist kostenfrei. Der Katalog kann vor Ort für den Sonderpreis von 10 Euro erworben werden.

Ausstellung bis zum 30.03.2014, täglich 10-18 Uhr

Informationen zur Ausstellung und dem Rahmenprogramm: http://www.ub.uni-leipzig.de/roemersgarten/

Sonntags in die Bibliotheca Albertina

Das neue Jahr geht gleich gut los:
die Prüfungszeit steht bevor und in unseren Bibliotheken ist jeder Platz begehrt.
Deshalb öffnet die Albertina auch sonntags wieder ihre Pforten.
Vom 19. Januar bis 23. Februar können alle Geplagten dem Misserfolg entgegenwirken und lernen was das Zeug hält. Wir stehen Ihnen dabei hilfreich zur Seite und bieten Räume, Rechner, Ruhe und Wärme (mehr oder weniger…), Vernetzung, Verständigung und Verständnis, denn wir sind als Ansprechpartner auch vor Ort.
Und für das Leben zwischen dem Lernen gibt es innen und außen so manche Treppen, Sessel und Wandelgänge, je nach Anspruch und Wetter.
Nicht zu vergessen: die Cafetéria hat auch geöffnet.
Nochmals wann? 19., 26. Januar und 2., 9., 16., 23. Februar
Wie lange? 10-19 Uhr

Viel Erfolg!

 

Eröffnung des American Space: Und wie geht es weiter?

Noch mutet er recht bescheiden an, der American Space im Westflügel der Bibliotheca Albertina, der am 3. Dezember feierlich eröffnet wurde. Ein Regal mit Informationsliteratur zum Studieren und Arbeiten in den USA, Broschüren, andere Materialien. Schon in den nächsten Wochen wird sich daran einiges ändern: mehr Bücher kommen hinzu, auch DVDs, neue Rechner werden aufgestellt, neue Möbel laden zum Verweilen ein. An den Rechnern wird ein besonderes Angebot zu nutzen sein: ein ganzes Netz an Onlinedatenbanken steht dann zur Recherche vor Ort zur Verfügung. Wir werden Sie über den weiteren Auf- und Ausbau des American Space auf der Webseite der Universitätsbibliothek und des Instituts für Amerikanistik informieren. Doch sehen Sie zunächst ein paar Impressionen vom großen Eröffnungstag:

Über Raubkunst, E-Books und die neue Generation der Bibliotheksbenutzer

Am 18. November erhielt die Bibliotheca Albertina hohen Besuch. In der Stadt weilte eine hochrangige russische Delegation. Im Rahmen des Deutsch-Russischen Bibliotheksdialogs  fand auch die Restitution einer Büchersammlung an das Staatliche Museum in Pawlowsk statt.

Zuvor informierten sich die Besucher in einem ausführlichen Gespräch über die Situation der Bibliothek. So fragten sie, ob auch bei uns die Nutzer mehr mit den Händen, anstatt mit den Füßen in die Bibliothek spazieren. Gemeint war das wachsende Angebot an elektronischen Medien, das auch von zu Hause aus nutzbar ist. Der Diskussion schloss sich eine Führung durch die Bibliothek an. Die Gäste interessierten sich aber auch für Nutzergesteuerte Erwerbung, den Etat und die Service-Angebote der Bibliothek. Fazit aller Beteiligten: die Situation in Leipzig ist mit der russischer Bibliotheken in einigen Punkten durchaus vergleichbar. Dieser Austausch erwies sich als hochinteressant für beide Seiten. Der Besuch wurde durch einen  kleinen „Gartenspaziergang“ abgerundet.

Ein Garten aus Büchern in der Bibliotheca Albertina

Am vergangenen Donnerstag wurde um 18 Uhr der Lesesaal West in der Bibliotheca Albertina geräumt. Es wurde eine große Leinwand aufgebaut, und gegen 19 Uhr erklang Vogelgezwitscher…

Und das – natürlich – aus gutem Grund: denn an diesem Abend fand die Eröffnungsveranstaltung für die Ausstellung „Römers Garten – Ein Spaziergang durch die Pflanzenbuchsammlung der Universitätsbibliothek Leipzig“ statt. Es wurden zahlreiche botanische Buch-Kunstwerke aus dem 16. bis ins 18. Jahrhundert aus den Tiefen des Magazins in das schummerige Licht des Ausstellungsraumes gebracht.  Die Bücher stammen aus der Sammlung Rudolph Benno von Römers (1803–1871), seines Zeichens sächsischer Rittergutsbesitzer, Politiker und Gelehrter. Er war Student an der Universität Leipzig und sowohl lokal als auch überregional mit Botanikern vernetzt und befreundet. Vermutlich auch deshalb hat er seine beeindruckende botanische Bibliothek an die Universitätsbibliothek vererbt.

Aber abgesehen von der Tatsache, dass hier ein Ausschnitt aus einer historischen Gelehrten-Bibliothek zur Schau gestellt wird, ist die botanische Bibliothek als solche etwas besonderes. Denn in ihr dominiert in vielen Fällen die Abbildung über den Text. Über die Wichtigkeit der Abbildung in der Botanik ging es auch im Eröffnungsvortrag, gehalten von Prof. Dr. Christian Wirth. Und zwar warf er nicht nur einen Blick zurück, auf die Entwicklungen in der botanischen Illustration, wie sie vor Allem bei der Beschreibung von Arten unersetzlich ist. Er schlug ebenso den Bogen in die Gegenwart und beleuchtete  moderne Formen der Vegetationskartierung mittels Spektralanalyse bis hin zur Modellierung von dreidimensionalem Pflanzendarstellungen für Computerspiele.

Der Abend und insbesondere der Vortrag von Prof. Wirth waren ein sehr schönes Beispiel dafür, wie man sich einer modernen Naturwissenschaft durch „alte Bücher“ nähern kann.

Rot ist die Farbe des Glücks

Während man in unseren Breiten bei der Farbe Rot an Gefahr, Feuer, Wut mitunter auch an Liebe denkt, ist diese Farbe in China ein Symbol für Freude, Glück und Feste.

So stand auch die Eröffnungsfeier des Taiwan Resource Centre for Chinese Studies am 7.11.13 in der Bibliothek Orientwissenschaften ganz im Zeichen der roten Farbe. Und es gab Grund zu feiern: nämlich die Kooperation zwischen der UBL und der National Central Library of Taiwan (China). Ein jährlich wachsender Stiftungsbestand an Büchern und der Zugang zu Fachdatenbanken der National Central Library werden in Zukunft einen würdigen Platz und dankbare Nutzung in der Bibliothek Orientwissenschaften finden.

Wir freuen uns sehr!

Aus zwei mach eins – die neue Bibliothek Chemie/Physik

Seit Anfang September waren die beiden Bibliotheken Chemie und Physik geschlossen. Grund war die Zusammenführung beider Einrichtungen zu einer gemeinsamen Bibliothek in den Räumen der bisherigen Chemie-Bibliothek. Was ganz leicht klingt war mit einem gewissen logistischen Aufwand verbunden. Da beide Bibliotheken bereits im Vorfeld gut gefüllt waren, musste zunächst Platz geschaffen werden.

Mit diesem Ziel wurde der gesamte Buch- und Zeitschriftenbestand kritisch durchgesehen. Ältere Auflagen von Lehrbüchern und Monografien wurden den Studenten und Mitarbeitern zum Kauf angeboten. So konnte bereits ein kleiner Teil der benötigten Regalkapazitäten geschaffen werden.  Außerdem gibt es mittlerweile viele Zeitschriften zum Glück in elektronischer Form, so dass wir in den Regalen der Bibliothek auf die parallele Aufstellung der gedruckten Ausgaben verzichten konnten. Erst danach war genug Platz, und die Bücher der Physik konnten an ihren neuen Standort einziehen.

Den großen Konferenztisch im Lesesaal, der bislang das Bild der Chemie-Bibliothek geprägt hatte, haben wir durch mehrere kleine Arbeitstische ersetzt. Zusätzliche Leseplätze wurden in kleineren Nischen zwischen den Regalen geschaffen.

Pünktlich zu Semesterbeginn konnte unsere neue Bibliothek Chemie/Physik in der Johannisallee 29 eröffnet werden, wir hoffen, dass sie auch den Studierenden und Mitarbeitern gefällt!

Universitätsbibliothek Leipzig begrüßt ihre neuen Leserinnen und Leser

Am letzten Montag, zum Start des Wintersemesters 2013/14, begrüßten wir zusammen mit dem Uni-Rechenzentrum und der Studienberatung im Rahmen des Einführungstages 2013 die neu immatrikulierten StudentInnen. Im Hörsaalgebäude und im Neuen Augusteum mit dem riesigen „Audimax“,  informierten engagierte UB-MitarbeiterInnen in 14 kurzweiligen Vorträgen ca. 5.800 interessierte, aufmerksam zuhörende StudienanfängerInnen bzw. Master-StudentInnen.
Die dort gezeigte Präsentation führt Sie schwungvoll durch unsere Bibliotheken.

Wir haben außerdem die Möglichkeit geboten, am gleichen Tag die Lesekartenfunktion des Studienausweises aktivieren zu lassen und seinen Laptop WLAN/eduroam-fähig zu machen. Davon haben zahlreiche NeustudentInnen ebenfalls dankbar Gebrauch gemacht. Eine ausführliche Beratung war selbstverständlich.

Alle, die das noch nicht tun konnten, haben natürlich die Möglichkeit, bei ihrem ersten Besuch in der UB (ob Bibliotheca Albertina, Campusbibliothek oder eine der anderen Zweigbibliotheken) am jeweiligen Serviceschalter die Lesekartenfunktion aktivieren zu lassen. Eine WLAN-Installation auf dem eigenen Laptop/Notebook/Handy kann man auch selbst nach der Anleitung des URZ vornehmen bzw. eine der zahlreichen Sprechstunden in der Bibliotheca Albertina oder der Campusbibliothek besuchen.

Der Infopunkt, der eigentlich nur für eine Beratung zu Bibliotheksfragen gedacht war, wurde sehr gut angenommen, so dass auch zahlreiche Fragen zu Leipzig und Universität von uns beantwortet werden konnten.

Der Tag hat uns allen, die mitgewirkt haben, Spaß gemacht. Wir hoffen auch, dass diese Stimmung zur positiven Wahrnehmung unserer Universitätsbibliothek durch die neuen StudentInnen beigetragen hat und freuen uns auf ihren Besuch in unseren Bibliotheken.