Das Urheberrecht, ein nicht unterzeichneter Rahmenvertrag und seine Folgen

Aktuell: Die aktuelle vorweihnachtliche Entwicklung auf dem Weg zu einer tragbaren Lösung der § 52a UrhG Problematik sieht nun zunächst eine Verlängerung der Regelung nach altem Stand vor.
Die Bereitstellung urheberrechtlich geschützter Werkteile über Lernplattformen ist bis zum 30. September 2017 wie bisher möglich, die im Blogbeitrag folgenden rechtlichen Informationen sind bis dahin unbeachtlich.


Wie Sie aus dem Schreiben des Prorektors für Bildung und Internationales zum § 52a UrhG vom 30. November 2016 entnehmen konnten, wird die Universität Leipzig, wie viele andere Hochschulen auch, dem Rahmenvertrag mit der VG Wort nicht beitreten. Die Gründe wurden in diesem Schreiben ausführlich dargelegt.

Zwar haben Ende vergangener Woche Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und VG Wort bekanntgegeben, bis zum Jahresende 2016 einen einvernehmlichen Lösungsvorschlag vorzulegen, bis dahin gilt jedoch: Ab dem 01.01.2017 dürfen urheberrechtlich geschützte Textwerke nicht mehr in digitalisierter Form auf den Lernplattformen bereitgestellt werden. Auch müssen bis zum 31. Dezember 2016 Texte, die in vergangenen Semestern im Rahmen von Lehrveranstaltungen öffentlich zugänglich gemacht wurden, aus den Lernplattformen entfernt werden.

Wir möchten darüber informieren, was in Zukunft noch möglich ist: Weiterlesen →

Donnerstag ist Kaffeetag

„Coffee Lectures“ in der Bibliotheca Albertina

Halb eins. Mittagstief. Die Augen fallen langsam zu. Ein Schläfchen bietet sich an, oder? Halt! Seit Anfang November versorgen das Academic Lab (AL) und die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) Sie wöchentlich mit Kurzvorträgen rund ums wissenschaftliche Arbeiten, zur Literaturrecherche und der berüchtigten Prokrastination. All das innerhalb der Zeit, die Sie sonst zum Leeren einer Kaffeetasse brauchen. Und die gibt’s von uns noch gratis dazu.

Sogenannte „Coffee Lectures“ sind ein bewährtes Konzept, um einen knackigen Einblick in die vielfältigen Angebote einer wissenschaftlichen Einrichtung zu gewähren und Themen zum wissenschaftlichen Schreiben und Arbeiten aufzugreifen.

Die nächsten Themen sind:

  • 24. November 2016 (UBL): Das vierblättrige Kleeblatt im Heuhaufen… Recherchestrategien
  • 01. Dezember 2016 (AL): What’s wrong with this sentence?
  • 08. Dezember 2016 (AL): In a nutshell: Welches Vokabular ist wichtig…
  • 15. Dezember 2016 (UBL): Googelst du noch oder recherchierst du schon? Wozu gibt’s denn Datenbanken?
  • 12. Januar 2017 (UBL): Von Gold zu Grün und zurück. Open Access
  • 19. Januar 2017 (UBL): Wo sich Tolkien das Geld zum Schreiben verdiente: das Oxford English Dictionary als unverzichtbares Instrument beim Lesen und Schreiben englischer Texte
  • 26. Januar 2017 (UBL): Bücher für meinen Laptop! E-Books

Für alle Interessierten, die wenig Zeit und/oder einen niedrigen Blutzuckerspiegel mitbringen: Jeden Donnerstag um 12:30 Uhr im Fürstenzimmer der Bibliotheca Albertina.

Wem das Appetit auf mehr macht, dem empfehlen wir eine unserer zahlreichen umfangreichen Schulungen.

Der Letzte macht das Licht aus…

Zeit, die Kaminfeuer zu löschen!

Wie schnell sich manchmal alles ändert. Bevor wir im Jahr 2014 unsere alte „Flotte“ an Rechnern zugunsten der jetzigen PCs austauschten, gab es im Vorfeld lange Diskussionen, ob das überhaupt nötig sei. Denn, so wurde argumentiert: es haben doch heutzutage alle ihren eigenen Laptop mit dabei. Weit gefehlt: Mittlerweile sind die standardmäßig mit Office, Bildbearbeitung und sonstigen hilfreichen Programmen ausgestatteten PCs eine selbstverständliche Bereicherung im Bibliotheksalltag. Die Ausnutzung ist durchgängig hoch – manchmal, wie in den Prüfungszeiten, fast zu hoch, zumindest in den Augen derer, die keinen freien Platz finden.

Mit dem Austausch übernahmen wir vorerst das alte Sicherheitskonzept, die PCs nach fünf Minuten Untätigkeit automatisch herunterzufahren. Aber wer schreibt, muss auch lesen und einmal in einen Text vertieft, sind fünf Minuten schneller rum, als man umblättern kann. Offensichtlich entspricht dieses Konzept nicht mehr Ihrem Arbeitsverhalten, denn mittlerweile können wir zahlreiche mehr oder weniger kreative Lösungen beobachten, um das Herunterfahren der PCs zu verhindern:
Flaschen oder sonstige schwere Gegenstände werden auf die Tastatur gestellt, lodernde Kaminfeuer, tanzende Kasper oder flüchtende Pokémon beleben die Bildschirme…

Das alles ist natürlich nicht Sinn der Sache, weshalb wir nun das automatische Herunterfahren zum 10. August 2016 ausschalten werden.

Damit sind Sie das offensichtlich lästige Überwachen der Runterfahrzeiten los und können nun entspannt die Kaminfeuer löschen.

Denken Sie aber bitte unbedingt daran, nach Beendigung Ihrer Arbeit nicht nur Ihre Daten zu sichern, sondern sich immer auszuloggen.

Die „Flying Librarians“ unter Palmen

Was machen die MitarbeiterInnen der UB Leipzig eigentlich, wenn sie nicht mit Rat und Tat den NutzerInnen der Bibliothek zur Seite stehen?

Genau – Sie gehen für die Universität laufen! So geschehen zum 5. RUNiversität Leipzig Lauf am 29. Juni im Palmengarten. Angetreten sind wir mit 2 Teams im Staffellauf 4 x 2,5 km und einem Kollegen im 10 km Fitness-Run. Wie man sieht, hatten wir eine Menge Spaß, auch wenn es ausnahmsweise mal nicht um Bücher, Daten und Informationen ging.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Lauf!

Mehr Informationen RUNiversität

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Kopierer sind auch nur Menschen

Kopierer

… und da ist kein Tag wie der andere. Manchmal will man eben gerade kein PDF lesen oder den Inhalt von USB-Sticks entschlüsseln oder Bibliotheksausweise erkennen oder gar Münzen annehmen…. Und hin und wieder möchte man auch den Druckvorgang einfach beenden, weil man  plötzlich keine Lust mehr hat, den ganzen Tag lang immer nur zu kopieren.
Aber es gibt auch Zeiten, da ist man total gut drauf und dekoriert Kopien wahllos mit weißen Streifen oder schwarzen Flecken oder man wirft hinter jeder Kopie gleich noch schwungvoll mehrere leere Seiten zusätzlich heraus. Und hat man einen besonders kreativen Tag, druckt man die PDFs zwar brav aus, hat sie aber vorher ganz übermütig verschlüsselt. Das ist mitunter bemerkenswert, aber meistens nicht das was von einem erwartet wird. Weiterlesen →

„Beutel-Ade“ – wir machen mit!

Der durchschnittliche EU-Bürger verbraucht nur etwa jeden dritten Tag KEINE Plastiktüte. Das soll sich ändern: Bis 2025 wird angestrebt, den Verbrauch von Plastiktüten auf 40 pro Kopf und Jahr zu senken. Ein hehres Ziel der Europäischen Union, auch wenn offensichtlich noch niemand recht weiß, wie genau der Plan umgesetzt werden könnte. Dennoch: Angesichts der Bilanz der Umweltverschmutzung in den Meeren, den schwer zu ertragenden Bildern von vermüllten Stränden, Landschaften und betroffenen Menschen und Tieren ist eine Reduktion des Plastikmülls, wie wir meinen, absolut notwendig.

Aus diesem Grund wird zukünftig die Universitätsbibliothek Leipzig auf den Einkauf von Einwegtaschen verzichten. Zwar wurden in der UB schon seit Jahren die prinzipiell „abbaubare“ Taschen gekauft, allerdings sind diese aus ökologischer Sicht ebenso bedenklich, nicht nur weil sie Ressourcen in der Herstellung verschwenden sondern auch, weil der Abbauprozess nicht ganz so einfach ist, wie man es sich vielleicht vorstellen mag.

Nach und nach wollen wir alle Standorte mit „Mehrweg-Körben“ ausstatten, und bitten Sie, für den Heimweg einen eigenen Beutel oder eine eigene Tasche mitzubringen.

Nimmt der Rückgabeautomat auch Pfandflaschen?

Seit einigen Jahren arbeite ich inzwischen in der Albertina; und wenn man jeden Tag durch die Eingangshalle und die Lesebereiche geht, die Treppen, Winkel und Besonderheiten kennt, dann wird die Pracht und der Zauber dieses Hauses irgendwann zur Selbstverständlichkeit.
Doch jetzt war die Vorschulgruppe meiner Tochter in der Albertina zu Besuch und dreizehn Fünf- und Sechsjährige stiefelten in ihren leuchtenden Verkehrsschutzwesten ins Haus, standen mit großen Augen im Foyer, staunten über alte, riesige, prächtige und vor allem die vielen Bücher und waren sichtlich fasziniert von der Buchtransportanlage, die die Bücher wie von Zauberhand durch das große Haus kutschiert. Ich  stand dabei und war froh, den Kindern beim Staunen zusehen zu dürfen, ihrem Blick zu folgen und die Albertina so durch sie noch einmal neu zu entdecken. Weiterlesen →

Neu 2016: OA PublikationsfondsPLUS

Den Open Access-Publikationsfonds gibt es seit 2014 an der Universität Leipzig, darüber haben wir bereits mehrfach berichtet. Natürlich sind aber OA-Zeitschriften mit autorenseitigen Gebühren nicht der einzige Weg, auf dem man OA publizieren kann.

Oftmals nehmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Publikationsgeschehen in die eigenen Hände und bauen selbst Zeitschriften, Plattformen, Wikis oder andere Publikationsformen für den wissenschaftlichen Austausch auf – mal mit und mal ohne Hilfe aus der Verlagswelt, aber immer mit viel Engagement und Eigenleistung.

Auch an der Universität Leipzig gibt es einige OA-Publikationsinitiativen. Und seit diesem Jahr können OA-Projekte dieser Art erstmals finanzielle Unterstützung erhalten: Mit dem Open Access-PublikationsfondsPLUS stellt die Universität Leipzig für 2016 Mittel in Höhe von 5.000 EUR zur Verfügung – zur Optimierung und Professionalisierung von OA-Publikationsprojekten.

Alle Informationen zur Antragstellung und zum Prozedere haben wir auf unseren Webseiten für Sie bereitgestellt, für Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen im Open Access Office gern zur Verfügung. Fachlich begleitet wird der PublikationsfondsPLUS durch Prof. Dr. Barbara Drinck (Erziehungswissenschaften), Prof. Dr. Gereon Müller (Linguistik) und Prof. Dr. Ursula Rao (Ethnologie), die auch über die Förderung der eingehenden Anträge entscheiden werden.

Sachsen-Konsortium unterzeichnet Vertrag mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier

Gute Nachrichten für die Universität Leipzig: die Zeitschriften des Wissenschaftsverlages Elsevier können wieder genutzt werden. In den Jahren zuvor gab es auf Grund der inakzeptablen Preispolitik von Seiten des Verlages noch erhebliche Einschränkungen; im vergangenen Jahr mussten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität gänzlich ohne direkten Zugriff auf diese wichtigen, aber oft überteuerten Zeitschriften auskommen.

Nun hat die Universitätsbibliothek Leipzig im Rahmen des Sachsen-Konsortiums, einem Zusammenschluss der Hochschulbibliotheken in Sachsen, nach intensiven Verhandlungen eine Lizenzvereinbarung mit Elsevier über die Nutzung von wissenschaftlichen Zeitschriften abgeschlossen. Der Landesvertrag für die sächsischen Universitäts- und Hochschulen ersetzt eine Vielzahl von einzelnen Abschlüssen und konnte zu deutlich verbesserten Konditionen gegenüber den bislang bestehenden Einzelverträgen abgeschlossen werden. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Sonntags geöffnet in der Albertina

sonntagVom 17.01. bis 21.02.2016 öffnet die Bibliotheca Albertina in nunmehr bewährter Weise während der Prüfungszeit die Lesesäle am Sonntag von 10 bis 19 Uhr.

Wir bieten Raum und Zeit, Ruhe und Gelegenheit: zum Lesen, Lernen, Leihen, Leben…
An der Servicetheke im 2. OG finden Sie uns als Ansprechpartner für alle bibliothekarischen Fragen und überhaupt.

Und für Prokrastinierer und Pausierer hat das Café Alibi geöffnet, welch ein Glück!