#BibTour: Veterinärmedizin

Stylischer Neubau auf dem Lande

Flirrende Hitze und würziger Stallgeruch empfangen uns, als wir durch eines der zahlreichen Tore auf den Campus der Veterinärmedizin radeln. Baumbestandene Alleen mit Kopfsteinpflaster, weiß verputzte Stallgebäude mit Holzverschlägen und hie und da ein über die Stalltür gerecktes Maul lassen uns fast vergessen, inmitten von Leipzig zu sein.

Die große Bibliothentour: Veterinärmedizin

Alpakas

Vor uns ragt ein sachlicher Kubus auf, der im Gegensatz zum beinah dörflichen Umfeld kühle Eleganz ausstrahlt. Die rotbraune, holzvertäfelte Fassade mit ihren senkrecht gliedernden Fensteröffnungen zieht den Blick auf sich. Der Bau ist in einer Senke gelegen und nach einigen Treppenstufen aufwärts befinden wir uns auf einer großzügigen, mit Holzbänken und –tischen ausgestatteten Terrasse wieder.

Vor dem Eingang wartet ein Hund auf die Rückkehr seines Herrchens oder Frauchens und im gleißenden Sonnenlicht schimmern organisch anmutende Kunstobjekte in verschiedenen Farben.

Die Bibliothek – unser Reiseziel – befindet sich im Souterrain und wurde im November 2008 eröffnet. Die Nutzungsbedingungen haben sich mit dem Bezug der neuen Räume erheblich verbessert. Befanden sich doch im Vorfeld die Bestände der Veterinärmedizinischen Bibliothek an zeitweise 17 (!) verschiedenen Nebenstellen. Untergebracht war die Bibliothek seit 1969 im Gebäude des Anatomischen Instituts. Die dortigen Räumlichkeiten entsprachen jedoch nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Bibliotheksnutzung und erreichten auch seitens der Kapazitäten ihre Grenzen. Heute teilt sich die Bibliothek den Neubau mit der Mensa im Erdgeschoss sowie Hörsaal und Seminarräumen in den oberen Etagen. Weiterlesen →

„Das kann doch kein Schwein lesen…!“ – Aber warum eigentlich nicht?

Dieser Ausspruch ziert den Titel der kommenden Kabinettausstellung der Universitätsbibliothek Leipzig in der Bibliotheca Albertina (27. Oktober – 06. Dezember 2015), für deren Konzeption, Gestaltung und Bewerbung Student*innen der Universität Leipzig verantwortlich sind.

Die Redewendung „Das kann doch kein Schwein lesen“ hat bestimmt jeder schon einmal gehört und vielleicht auch häufiger ausgesprochen. Der Sinn scheint bei erster Betrachtung gar nicht so abwegig. Schweine sind des Lesens bekanntlich nicht mächtig. Doch so wirklich tieferen Sinn will der Ausspruch dennoch nicht ergeben.

Stellt sich die Frage, ob eventuell doch mehr dahinter steht und besonders, wo der Ursprung dieses Sprichwortes liegt.

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#BibTour: Erziehungswissenschaft

Informationsdienstleistung hinter Brombeersträuchern

Heike Fritzsche steht auf einem weiten Hof, umgeben von Grün. Ihr Arm zeigt vorbei an üppigen Sträuchern und hohen Bäumen. „Also hier geht’s sozusagen zum Park und dann kommt man, wenn man sich rechts hält, erstmal über die historische Klingerhainbrücke, und dann ist da das Elsterwehr zu sehen“, erklärt die Bibliotheksleiterin. Weiterlesen →

Wir laden ein zur #BibTour!

Wir werden uns ab übermorgen mit einer neuen monatlichen Reihe auf große Tour durch alle Standorte der Universitätsbibliothek begeben. Diese sind nicht etwa allein das Treppenhaus der Bibliotheca Albertina und die zu jeder Tages- und Nachtzeit betriebsame Campus-Bibliothek. Zur UBL zählen am heutigen Tag insgesamt 15 Standorte: mitunter hochmodern ausgestattete Zentren der wissenschaftlichen Forschung; Bestände, die in ihrer Zusammenstellung Alleinstellungsmerkmale aufweisen und Herzstücke ganzer Fakultäten mit ihren kleinen und großen Geschichten und Besonderheiten.

Diesen Orten und ihren Menschen, sowohl NutzerInnen als auch MitarbeiterInnen, wollen wir in den kommenden Monaten Bibliothek für Bibliothek einen eigenen Beitrag widmen und freuen uns auf Begegnungen und unerwartete Entdeckungen.

Begleiten Sie uns quer durch Leipzig – immer am ersten Tag des Monats!

Einzug der Erziehungswissenschaft

Es ist vollbracht. Die Bestände der Bibliothek Erziehungswissenschaft sind vollständig in die Bibliotheca Albertina eingezogen und wieder benutzbar.
Der Umzug war eine logistische Herausforderung, denn in den Magazinen einer Bibliothek ist nicht einfach mal Platz für ca. 78.000 zusätzliche Bände. Also musste tagelang zusammengerückt, auf- und abgebaut, umgeschichtet, geräumt und nicht zuletzt auch geputzt und neu beschildert werden. Das alles haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Benutzung, unterstützt von einer Umzugsfirma, mit viel Engagement bewältigt.

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Zwei große Bauprojekte

Am 20. August 2015 schließt die Bibliothek Erziehungswissenschaften ihre Pforten. Die Bestände werden interimistisch in der Bibliotheca Albertina den Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung gestellt. Damit wird die nächste Etappe der Standortkonsolidierung an der UB eingeläutet. Was ist in den kommenden Jahren geplant?

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Wir freuen uns sehr, dass bis 2018/2019 zwei große Bauprojekte fertiggestellt werden. Da ist zum einen der Umbau und die Sanierung des Speisenversorgungszentrums in der Liebigstraße 23/25. Dort entstehen eine Bibliothek für die Medizin und die Naturwissenschaften, die Lernklinik der Medizinischen Fakultät und eine neue Mensa.

Der Zusammenschluss der medizinischen und naturwissenschaftlichen Bibliotheken in eine große, ist ein Plan, den wir gemeinsam mit den betroffenen Fakultäten seit Jahren verfolgen. Ziel ist es, den bibliothekarischen Service für diese Fächer deutlich zu erhöhen. Das sind lange Öffnungszeiten, die bisher in den kleinen Bibliotheken nicht machbar waren, weshalb die Studierenden gezwungen waren, in der Albertina oder der Campus-Bibliothek zu arbeiten. Dazu gehören aber natürlich auch 285 Arbeitsplätze verschiedenster Ausstattung (Einzelarbeitsplätze, Gruppenarbeitsräume, ein Eltern-Kind-Raum, Schulungsraum, Sofas und Sessel). Ein weiterer großer Vorteil wird sein, dass die Bücher der verwandten Fächer unter einem Dach zu finden sind. Für die Medizinerinnen und Mediziner ist besonders interessant, dass Lernklinik und Bibliothek in einem Gebäude sein werden. Die Fertigstellung ist hier für 2018/2019 geplant.

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Die Planungen für das Bildungswissenschaftliche Zentrum in der Jahnallee sind jünger und hängen mit dem deutlichen Aufwuchs der Erziehungswissenschaften und deren Einzug in den Campus Jahnallee zusammen. Dort entsteht ein Neubau mit Hörsälen, einem Forschungskindergarten, Büros für die Erziehungswissenschaften und einer gemeinsamen Bibliothek Erziehung/Sport. Beide Standorte entsprachen mit ihrem umfangreichen Magazinbestand und veralteten Leseplätzen nicht mehr den heutigen Standards. Auch hier wollen wir bestmöglichen modernen Bibliotheksstandard bieten. So werden alle Bestände frei zugänglich nutzbar sein. Mit 230 Arbeitsplätzen werden deutlich bessere Arbeitsbedingungen für die Fächer geschaffen. Die Gruppenarbeitsräume werden auch außerhalb der regulären Bibliotheksöffnungszeiten nutzbar sein.

Baumaßnahmen in der Bibliotheca Albertina – Fortschritte

Endspurt, die Bauarbeiten sind so gut wie beendet!
Besuchen Sie die neue Leselounge mit dem Café Alibi,  das Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr geöffnet hat. Aber nicht ohne vorher einen Rundgang durch die neue Dauerausstellung im Foyer gemacht zu haben. Alle Infos zur Ausstellung finden Sie auch hier: foyer-albertina.de

Fortschritte:

barrierefreie Zugänge Lesebereiche Ost/West – fertig!
Schutz der denkmalgeschützten Türen – fertig!
Leselounge im EG West – fertig!
Café Alibi im EG West – fertig!
Dauerausstellung im Foyer – fertig!
Vortragsraum im EG West – fertig!

 

»Widerschein der Buchkultur«

Das Gebäude der Bibliotheca Albertina ist schön, es hütet aber auch Geheimnisse. Zuerst das eigene Geheimnis seiner Wiederauferstehung: Es ist in wesentlichen Teilen ein Neubau, der 2002 abgeschlossen wurde. Wer glaubt das? Künftig wird ein Foto der Treppe im Zustand von 1991 alle daran erinnern. Sechs Bilder sind es insgesamt, die im Gang zur Leselounge in den ehemaligen Fensternischen zu sehen sein werden und das Gebäude in alter Schönheit und auch mit Kriegswunden zeigen.
Das größte Geheimnis aber sind die Schätze, wahres Weltschrifterbe. Weil es bei uns immer wieder neue Wechselausstellungen gibt, könnte man vergessen, dass gerade dort die seltenen Stücke nur selten auftauchen. Sie bekommen künftig zehn Präsentationstafeln sowohl im Gang vor dem Ausstellungsraum (fünf herausragende Handschriften) wie auch im Gang beim Rückgabeautomat (Eine Bibliothek der Bibliotheken: Die Sammlungsherkünfte werden erläutert).

Alles LED-beleuchtet! Warum das? Weil es schön aussieht, weil es neugierig macht, weil es in einer von Reklame verstellten Welt ein Gegengewicht von Bildern geben muss, die nachdenklich machen.

Andere Gründe? Schauen Sie selbst und lassen Sie es uns wissen. Die Präsentation hochvergrößerter Fotografien ist ein Experiment, das noch niemand gewagt hat. Und wir können es wagen, weil wir die Wüstenrot Stiftung als Unterstützerin gewonnen haben: für das Einmalige, für das Unerhörte, für das Attraktive – für uns!

Ihr Ulrich Johannes Schneider

Kinder mit Studierenden sind in Albertina willkommen

kinderstuhl1In kleinen Schritten verbessert sich die Ausstattung unseres provisorischen Eltern-Kind-Raumes: bisher nur eingerichtet mit PC, Tisch und Stühlen für Erwachsene, können jetzt die kleinen Begleiter mit dieser Stuhl-Tisch-Kombination bequem auf Augenhöhe mit ihren Eltern Platz nehmen oder am Tisch spielen. Kinderbücher und Spielzeug steuern wir in Kürze bei. Geplant ist auch ein Sichtschutz zum Nachbarraum, um einen ungestörteren Bereich für beide Seiten zu schaffen. Wenn Sie mit Kinderwagen zu uns kommen, ist das Zimmer nicht ohne unsere Hilfe zugänglich. Bitte sprechen Sie uns jederzeit an, wir sind Ihnen gern behilflich, um zum internen Fahrstuhl zu gelangen.
Und wer einen Wickeltisch vermisst, der wird im Vorraum zur Toilette im 2. OG fündig. Aus hygienischen Gründen steht er in der Nähe eines Wasseranschlusses.

wickeltisch1Unser Ziel ist immer noch, einen geeigneteren Ort für Eltern mit Kind zu finden, aber so ist erst einmal eine Möglichkeit zum Zurückziehen aus den öffentlichen Bereichen gegeben. Der Raum ist während der gesamten Öffnungszeit des Hauses geöffnet und muss nicht reserviert werden. Er steht allen offen, aber Eltern mit Kind wird bei Bedarf Vorrang gegeben.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie uns, dem Service-Team, schreiben an:  info@ub.uni-leipzig.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback und halten Sie über die Neuerungen im Eltern-Kind-Raum auf dem laufenden.

Ab Mai im Westflügel…

Hier wird bald die neue Leselounge und das Café Alibi beherbergt sein

Foto: Berges/Perchermeier

Die Bibliotheca Albertina erhält eine Leselounge, ab Mitte Mai 2015 in der westlichsten Ecke des Erdgeschosses. Das ist neu. Es wird gut 80 Sitzplätze geben, auf Stühlen und auf Sitzstufen an den Fenstern, wo es auch ordentlich viele Steckdosen geben wird. Wir freuen uns drauf! Geöffnet ist die Leselounge von 8 bis 24 Uhr.

Wir freuen uns auch auf das Café Alibi, das dort einziehen wird. Der Name ist in einem kleinen Wettbewerb unter Studierenden entschieden worden. Der Pächter selbst ist in einem Ausschreibungsverfahren ermittelt worden, das vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement durchgeführt wurde. Wir bekommen einen erfahrenen Gastronomen, der bereits das Café im Haus des Buches und im Grassi-Museum betreibt. Öffnungszeiten voraussichtlich 10 bis 19 Uhr.

Die Bibliotheca Albertina wird mit der Leselounge und dem Café Alibi ab Mitte Mai 2015 neue gastliche Räume für Nutzerinnen und Nutzer erhalten, die auch für die Gäste des Hauses und die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher zur Verfügung stehen.

Übrigens wird ab Mai 2015 auch eine neue Dauerausstellung im Foyer der Bibliotheca Albertina eingerichtet werden, u. a. in den Gängen, in denen das bisherige Café untergebracht war. Die Cafébar war immer nur ein Provisorium, ein erfolgreiches zwar, aber ohne Erweiterungsmöglichkeiten. Wir danken den Betreibern der Cafébar für den guten Service und freuen uns auf einen Neubeginn mit neuen Leuten an neuer Stelle.

Ulrich Johannes Schneider