Fit mit FID

Wie man am besten eine fachspezifische Recherche startet

Für das eigene Fach die maßgeschneiderte Literatur gezielt suchen und finden, man ist vertraut mit diesem Ansinnen. Doch wie?

Eine Lösung gibt es und sie lautet FID. Das Kürzel steht für Fachinformationsdienste für die Wissenschaft, sie sollen Informationsinfrastrukturen für die Forschung stärken und verbessern, indem sie Wissenschaftler*innen in ganz Deutschland einen schnellen und direkten Zugriff auf Spezialliteratur sowie forschungsrelevante Informationen ermöglichen. Im engen Austausch mit der jeweiligen Fachcommunity und ihren spezifischen Bedürfnissen werden diese Dienste entwickelt. Es handelt sich dabei um ein Förderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Derzeit gibt es 40 verschiedene Fachinformationsdienste, die von unterschiedlichen wissenschaftlichen Bibliotheken und Forschungseinrichtungen entwickelt und unterhalten werden. So betreibt die Universitätsbibliothek Leipzig mit adlr.link den FID für die Medien-, Kommunikations- und Filmwissenschaften und zusammen mit der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel den FID BBI für die Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften.

Je nach Fach sind FIDs unterschiedlich ausgestaltet. Die Breite an Dienstleistungen reicht dabei von fachspezifischen Such- und Rechercheportalen, zum Teil mit Dokumentlieferdiensten und nutzergesteuerter Erwerbung von schwer erhältlicher Literatur, der Lizenzierung von digitalen Ressourcen wie E-Books oder fachlichen Datenbanken, dem Betrieb von Fachrepositorien und Open-Access-Zeitschriften bis hin zum traditionellen Bestandsaufbau im Printbereich. Fachinformationsdienste versorgen die Wissenschaft mit Informationen als Ergänzung zur Grundversorgung durch wissenschaftliche Bibliotheken. 

Eine Übersicht aller momentan aktiven und sich im Aufbau befindenden FIDs in Deutschland finden sich nach Fach sortiert und mit näheren Informationen auf webis der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.

Von Caroline Bergter und Sebastian Stoppe

Auf adlrs Schwingen durch schwere Zeiten

Sie haben auf den Seiten der UB Leipzig und in diesem Blog in den letzten Wochen verfolgen können, wie die Covid-19-Pandemie den Bibliotheksalltag kräftig durcheinandergewirbelt hat. Nutzerinnen und Nutzer in ganz Deutschland standen auf einmal vor verschlossenen Bibliothekstüren – und die Frage stellte sich, wie komme ich weiterhin an meine Literatur?

So kam es nicht unerwartet, dass sich viele Forschende und Studierende an adlr.link, den Fachinformationsdienst für die Kommunikations- und Medienwissenschaft, wendeten und dort nach Literatur recherchierten. Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag zeigen, wie sich die Nutzung von adlr.link seit dem Aufkommen der Pandemie verändert hat.

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Alles aus einer Hand: adlr.link

Der Fachinformationsdienst für Medien- und Kommunikationswissenschaft

Seit 1998 beherbergte die UB Leipzig 15 Jahre lang das Sondersammelgebiet für Kommunikations- und Medienwissenschaft und Publizistik, dessen Bestände heute einen großen Teil der Freihandaufstellung des Faches in der Campus-Bibliothek ausmachen. Seit diesem Sommersemester tritt nun der Fachinformationsdienst (FID) „adlr.link“ in die Fußstapfen des alten Sondersammelgebiets. Der Aufbau des FID wird seit 2014 im Rahmen des Förderprogramms “Fachinformationsdienste für die Wissenschaft” von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Herzstück des Dienstes ist ein zentrales Suchportal, auf dem sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland, die in dem Fach und den angrenzenden Disziplinen forschen, kostenfrei registrieren und nach Forschungsliteratur und weiteren Ressourcen recherchieren können. Neben dem Nachweis von bereits vorhandener Literatur können Forschende bei adlr.link auch neue Bücher und schwer erhältliche Zeitschriftenartikel finden und direkt bestellen. Das Prinzip der nutzergesteuerten Erwerbung wird bei adlr.link jedoch so umgesetzt, dass die bestellten Bücher den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern direkt zugeschickt werden – und damit schneller ankommen. Weiterlesen →