Das Ende der Normalität ahnten wir schon, als am 4. März 2020 im Vortragssaal der Bibliotheca Albertina mit 200 Personen die Ausstellung „Von der Schönheit und den Leiden der Pferde“ eröffnet wurde. Die Ahnung wurde Gewissheit, als am 6. März die Leipziger Buchmesse abgesagt wurde, die in der darauffolgenden Woche stattfinden sollte. Das Kulturprogramm in der Bibliotheca Albertina, darunter die Lesungen zur Buchmesse, musste vom einen auf den anderen Tag storniert werden.
Der neue Publikationsfonds für Monographien und Sammelbände
Die Open-Access-Publikationsförderung der Universität Leipzig wurde in diesem Jahr um einen neuen Baustein erweitert: Mit dem Publikationsfonds für Monographien und Sammelbände wird nun auch die Open-Access-Veröffentlichung von Büchern, die in Verlagen erscheinen, (anteilig) finanziert.
PublikationsfondsAPC
PublikationsfondsPLUS
PublikationsfondsMONO
Förderung von Open-Access-Artikeln in Gold-OA-Zeitschriften
Förderung von verlagsunabhängigen OA-Publikationsprojekten
Förderung der OA-Veröffentlichung von Monographien und Sammelbänden in Verlagen
In diesen Tagen erscheint das erste Buch, dessen Open-Access-Stellung über den neuen Fonds gefördert wurde. Der Tagungsband „Vertragsrecht in der Coronakrise“ erscheint im Nomos-Verlag und versammelt die Beiträge der zehn Vortragenden der gleichnamigen Online-Tagung vom 18./19. April 2020.
Wir sprachen mit den Herausgebern des Tagungsbandes, Alica Mohnert und Dr. Daniel Effer-Uhe, über das innovative Tagungsformat und die Motivation zur Open-Access-Veröffentlichung.
Wie die ganze Universität Leipzig, so startet auch das Institut für Musikwissenschaft diese Woche in ein Sommersemester der etwas anderen Art: vollkommen digital und vorerst ohne Präsenzlehre. „Meine Seminare werden vorrangig über Moodle laufen“, berichtet Gilbert Stöck, der am Institut unter anderem Grundlagenkurse zu Notationskunde und Editionspraxis anbietet. „Gerade bereite ich Powerpoint-Präsentationen mit begleitender Tonspur vor. Die können sich Studierende anschauen, wann sie wollen. Für andere Lernsituationen, wo wir den gleichzeitigen Austausch brauchen, werden wir Chat- und Konferenztools nutzen.“