Welch wundervoller Ausnahmezustand war das doch am Abend des 23. Juni in der Bibliotheca Albertina! In diesem Jahr fand die „Lange Nacht der Wissenschaften Leipzig“ nach einer digitalen Ausgabe 2019 wieder in altbekannter Form vor Ort und zum Anfassen statt. Die Universitätsbibliothek Leipzig war natürlich auch dabei und hat sich mit einem vielseitigen Programm in der Bibliotheca Albertina beteiligt.
Neu-Ausstattung in der Bibliotheca Albertina und der Campus-Bibliothek
Um die sehnsüchtigen Blicke aus dem Fenster zu dieser Jahreszeit in eine andere Richtung zu steuern, haben wir die Bibliotheksräume etwas aufgepeppt und sie gemütlicher und lernoptimierter gestaltet.
Von Annaberg in den Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek Leipzig
Evangelische Kirchenbibliotheken gehören zu den bedeutendsten Überlieferungsorten unseres schriftlichen Kulturerbes. Unter den Kirchenbibliotheken in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ragt die Kirchenbibliothek von St. Annen in Annaberg-Buchholz mit ihren rund 3.500 Titeln Druck- und Handschriften hervor. Um diese Sammlung zu erschließen und ihre herausragenden Stücke auch digital zur Verfügung zu stellen, kooperieren die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz und die Universitätsbibliothek Leipzig.
Die Universitätsbibliothek Leipzig ist mit der Papyrus-Ebers-Replik im National Museum of World Writing Systems in Südkorea vertreten
Beitrag von Jörg Graf und Fanny Bartholdt, Restaurierungswerkstatt Universitätsbibliothek Leipzig
Was haben eine Bibliothek und ein Museum gemeinsam? Genauer: Was haben die Universitätsbibliothek Leipzig und das National Museum of World Writing Systems in Incheon, Südkorea gemeinsam? Was so weit voneinander entfernt erscheint, wird von einem faszinierenden Objekt verbunden und schreibt damit eine ganz besondere Geschichte.
Instrumente für Autor*innen und Herausgeber*innen von Open-Access-Büchern
Wer ein wissenschaftliches Buch veröffentlichen möchte, wird über kurz oder lang mit den vertraglichen Aspekten des Publizierens konfrontiert. Häufig bestehen hier bei Forschenden große Unsicherheiten. Dies betrifft sowohl Regelungen in den Verlagsverträgen selbst, deren Tragweite beispielsweise in Hinblick auf die Rechteeinräumung nicht immer klar ist, als auch die eigenen Möglichkeiten die Verträge selbst aktiv mitzugestalten. Guter Rat ist hier gefragt.
Das Lesefest der Leipziger Buchmesse, „Leipzig liest“, konnte nach drei ausgefallenen Jahren endlich wieder stattfinden. Auch wir haben uns sehr gefreut, Autorinnen und Autoren sowie das Publikum zurück in der Bibliotheca Albertina willkommen heißen zu dürfen. Wir bedanken uns für Ihr zahlreiches Kommen! Hier eine Auswahl festgehaltener Eindrücke:
Damals wurde auch erwähnt, dass durch die Gelder des American Space unsere DVD-Sammlung entstand und viele Nachschlagewerke sowie neueste Literatur erworben werden konnten. Die damals noch abgesperrten Sitzecken sind heute freigegeben und werden fleißig genutzt. Die große E-Book-Sammlung ist schon lange im Katalog eingebunden und wurde um eine weitere ergänzt. Hier finden Sie noch einmal die Links zum Stöbern. Zugänglich über das Uni-WLAN, bzw. Eduroam, sind alle Bücher im Volltext herunterzuladen.
Einblicke in das aktuelle Leipziger Bibliotheksvolontariat von Dr. Helge Perplies
Als ich mich im April 2022 auf mein Vorstellungsgespräch an der UBL vorbereitet habe, ist mir auf der Webseite der Bibliothek ein Foto aufgefallen, das die Teilnehmer*innen des ersten Alfried Krupp-Sommerkurses für Handschriftenkultur zeigt – darunter auch mich. Es war eine spannende und lehreiche Woche, während der wir mit anderen interessierten Doktorand*innen und Studierenden über Handschriften gebrütet haben, wunderbar betreut vom Team des Handschriftenzentrums. Elf Jahre und ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch später habe ich dann im Oktober mein Volontariat an der Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) begonnen, mit Schwerpunkt in eben jenem Handschriftenzentrum.
Neues in der Bibliothek Medizin/Naturwissenschaften
Die Bibliothek Medizin/Naturwissenschaften (BMN) in der Liebigstraße ist einer der größten Standorte der Universitätsbibliothek Leipzig. In den fast fünf Jahren seit ihrer Eröffnung im Oktober 2018 in zentraler Lage auf dem Medizincampus haben sich die Anforderungen der Studierenden und Forschenden ständig weiterentwickelt.
Wilhelm Wundt zwischen seinen Mitarbeitern am Institut für experimentelle Psychologie um 1913, von links nach rechts: Ottmar Dittrich, Wilhelm Wirth, Wilhelm Wundt, Otto Klemm und Friedrich Sander
Wilhelm Wundt am Vorlesungskatheder, Scherenschnitt um 1900
Im Sommer 2022 wurde ein umfangreicher, privater Nachlass von Wilhelm Wundt als Schenkung seiner Nachfahren an die Universitätsbibliothek Leipzig übergeben. Wer war dieser Prof. Dr. Wilhelm Maximilian Wundt und was hat er mit der Universität Leipzig zu tun?
Wilhelm Wundt (1832–1920) gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Gelehrten in der Geschichte der Leipziger Universität und der gesamten Wilhelminischen Epoche. Er wirkte in vielfacher Weise für die Entwicklung einer modernen, von metaphysischen Erklärungsmodellen emanzipierten, rein wissenschaftlich begründeten Psychologie. 1879 gründete er als Privatinitiative das erste experimentalpsychologische Institut in Deutschland, das 1883 von der Universität Leipzig anerkannt und 1884 als „Institut für experimentelle Psychologie“ etatisiert wurde.