Beck e-Bibliothek

Die Universitätsbibliothek Leipzig hat die Beck e-Bibliothek lizenziert. Die Verlage C.H. Beck und Vahlen bieten in der Beck e-Bibliothek online juristische Lehrbücher an. Das heißt Sie können ab sofort auf über 65 aktuelle Titel aus den Gebieten Zivilrecht, Öffentliches Recht und Strafrecht zugreifen. Die Lehrbücher sind unbegrenzt und jederzeit auf dem Campus verfügbar, nicht jedoch über VPN.  Die Beck e-Bibliothek ist voll verlinkt mit beck-online, so dass juristische Sachverhalte mit zeitgemäßem Medieneinsatz umfassend bearbeitet und gelöst werden können. Zusätzlich zu den Hand- und Lehrbüchern sind die Zeitschriften Controlling, Marketing und WiSt online.

Schreib(t)räume werden wahr

Am 16. Januar 2017 war es soweit: Die ersten Promovierenden konnten die neuen Arbeitsplätze in der Bibliotheca Albertina beziehen. Zusätzlich zu den acht Carrels in der Albertina und den vier Carrels in der Campus-Bibliothek gibt es seit diesem Jahr den sogenannten Promovierendenarbeitsraum. Eingerichtet wie ein moderner Workspace sind zwölf Arbeitsplätze entstanden, ausgestattet mit  großzügigen Schreibtischen, jeweils einem PC mit zwei drehbaren Bildschirmen sowie Apothekerschränken und Regalen. Damit bieten die Arbeitsplätze in luftiger, heller Atmosphäre genügend Raum für individuelle „Schreib-Räume“.

„Zusammen und doch allein“ ist also das Motto derer, die nach der ersten Bewerbungsrunde das Glück hatten, einen dieser Plätze zu erhalten. Vorzugsweise werden sie an Promovierende der Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben, da diese häufig nicht in strukturierte Doktorandenprogramme eingebunden sind. Buchen kann man die Plätze für sechs Monate, eine Verlängerung ist nicht möglich. Damit heißt es im Sommer in einer neuen Bewerbungsrunde wieder: Neues Spiel, neues Glück.

Über unser gesamtes Serviceangebot für Promovierende an der Universität Leipzig können Sie sich hier informieren.

In dulci iubilo

Wer kennt es nicht, dieses wunderbare, meist zweisprachig gesungene Weihnachtslied?  Was aber kaum einer weiß: die Universitätsbibliothek Leipzig besitzt eine literarische Sammelhandschrift aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die Text und Melodie und also das älteste schriftliche Zeugnis dieses Liedes überliefert.

Das Äußere der Handschrift deutet darauf hin, dass sie oft benutzt wurde:  Vom Bücherwurm zerfressene Holzdeckel sind umschlossen von grobem Schweinsleder, das ohne Verzierung blieb und eindeutige Gebrauchsspuren aufweist. Das Leder ist fleckig und speckig, an einer Stelle abgerissen, überdies sind die Holzkanten bestoßen. Offensichtlich konnte man einst gar nicht genug davon kriegen, den Band zur Hand zu nehmen und die Lieder daraus zu singen. Neben diesem ist ein ein weiteres Weihnachtslied enthalten: „Josef, liber neve myn“.  Außerdem gibt es noch ein Osterlied, ein Mariengedicht und eine Liebesklage in Form einer Minnerede (!).  Alle Texte sind auf ostmitteldeutsch geschrieben, der Schreibsprache, wie sie für unseren Raum typisch war.

In den Bestand der Universitätsbibliothek gelangte der Band bereits in den 1540er Jahren aus einer der aufgelösten Klösterbibliotheken in der Umgebung. Die Papierhandschrift wird heute in den Sondersammlungen aufbewahrt.

In dulci iubilo… „in süßer Freude“, so beginnt es, dieses alte Kirchenlied für die Weihnachtszeit, dessen Abbildung Sie im Folgenden bewundern können: Weiterlesen →

Was hat Syrien mit der Bibliotheca Albertina zu tun?

Zum Beispiel: Im Besucherbuch unserer aktuellen Ausstellung „Textkünste“ schreibt ein Syrer freundliche Worte. Jemand kommentiert „Go home!“. Darauf reagiert wiederum ein weiterer Ausstellungsbesucher: „Schäm Dich!!!“ 

In unserem Besucherbuch gibt es eine ganze Reihe von Einträgen, die ein vielfältiges Meinungsspektrum abbilden. Auch mehr oder weniger begabte Zeichner haben sich verewigt. Aber eine solche direkte politische Meinungsäußerung wie „Go Home!“ macht uns betroffen. Gut, dass dies nicht unwidersprochen blieb.

Was noch hinzukommt: die Gestalterin unserer Ausstellung Dona Abboud ist Syrerin. Die Absolventin der HGB hat für uns schon mehrere Ausstellungen gestaltet (beispielsweise „Römers Garten“) – mit dem Katalog „Textkünste“ hat sie im Oktober ihr Meisterstück vorgelegt. Seine moderne Gestaltung sorgt für Diskussionen, die wir begrüßen. Dona Abboud ist vielleicht einigen bekannt, denn sie hat gerade ein Buch über ihre Heimat Syrien veröffentlicht, das u.a. in der LVZ am 14. Dezember ausführlich besprochen wurde.

So sind wir selbst mit einer Ausstellung, die in das 15. Jahrhundert zurückführt, tagesaktuell, immer auch gegenwärtig. Wir alle kennen die Bilder aus dem kriegszerstörten Syrien. Ich wünsche mir, dass bald andere zu sehen sein werden, bessere und friedlichere.

Mit diesen Gedanken in der Adventszeit, Ihr Ulrich Johannes Schneider

Das Urheberrecht, ein nicht unterzeichneter Rahmenvertrag und seine Folgen

Aktuell: Die aktuelle vorweihnachtliche Entwicklung auf dem Weg zu einer tragbaren Lösung der § 52a UrhG Problematik sieht nun zunächst eine Verlängerung der Regelung nach altem Stand vor.
Die Bereitstellung urheberrechtlich geschützter Werkteile über Lernplattformen ist bis zum 30. September 2017 wie bisher möglich, die im Blogbeitrag folgenden rechtlichen Informationen sind bis dahin unbeachtlich.


Wie Sie aus dem Schreiben des Prorektors für Bildung und Internationales zum § 52a UrhG vom 30. November 2016 entnehmen konnten, wird die Universität Leipzig, wie viele andere Hochschulen auch, dem Rahmenvertrag mit der VG Wort nicht beitreten. Die Gründe wurden in diesem Schreiben ausführlich dargelegt.

Zwar haben Ende vergangener Woche Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und VG Wort bekanntgegeben, bis zum Jahresende 2016 einen einvernehmlichen Lösungsvorschlag vorzulegen, bis dahin gilt jedoch: Ab dem 01.01.2017 dürfen urheberrechtlich geschützte Textwerke nicht mehr in digitalisierter Form auf den Lernplattformen bereitgestellt werden. Auch müssen bis zum 31. Dezember 2016 Texte, die in vergangenen Semestern im Rahmen von Lehrveranstaltungen öffentlich zugänglich gemacht wurden, aus den Lernplattformen entfernt werden.

Wir möchten darüber informieren, was in Zukunft noch möglich ist: Weiterlesen →

Gäste aus dem Kloster

Die Priorin von St. Marienthal Schwester M. Juliana Lindner OCist mit der stellvertretenden Direktorin der UB Leipzig Charlotte Bauer sowie Mitarbeitern des Leipziger Handschriftenzentrums: Dr. Christoph Mackert, Dr. Matthias Eifler und Dr. Werner Hoffmann (v. l. n. r.)

Die Priorin von St. Marienthal Schwester M. Juliana Lindner OCist mit der stellvertretenden Direktorin der UB Leipzig Charlotte Bauer sowie Mitarbeitern des Leipziger Handschriftenzentrums: Dr. Christoph Mackert, Dr. Matthias Eifler und Dr. Werner Hoffmann (v. l. n. r.)

 

Wertvolle Handschriften aus der Abtei St. Marienthal in der UB Leipzig

Am 28. Januar 2016 erhielt das Leipziger Handschriftenzentrum Besuch aus der Zisterzienserinnenabtei St. Marienthal in der Oberlausitz.

Begleitet von der Priorin, Schwester M. Juliana Lindner OCist (Ordo Cisterciensis) wurden wertvolle Handschriften nach Leipzig gebracht. In stabilen Transportkisten gelangten die Marienthaler Schätze in die Universitätsbibliothek, wo sie für die Dauer der Bearbeitung sicher im klimatisierten Magazin aufbewahrt werden.

marienthal_12Anlass war ein Anfang des Jahres gestartetes, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt, dessen Ziel es ist, Kleinsammlungen mittelalterlicher Handschriften aus Bibliotheken und Sammlungen in Ostdeutschland wissenschaftlich zu erschließen.
Bei diesem Projekt handelt es sich um Handschriften und Fragmente, die in der historischen und kulturwissenschaftlichen Forschung bislang weitgehend unbekannt oder nur mangelhaft erschlossen waren. Die Ergebnisse werden kontinuierlich über die Projektseite im zentralen deutschen Handschriftenportal präsentiert.
Sie sollen somit ohne Zeitverzug interessierten Fachkolleginnen und -kollegen aus den mediävistischen Disziplinen zur Verfügung stehen. Für die Projektbestände aus sächsischen Institutionen kann 2016 mit Hilfe des Landesdigitalisierungsprogramms Sachsen eine Digitalisierung erfolgen. Weiterlesen →

105.000 E-Books ziehen um!

Umstieg von EBL (Ebook Library) auf Ebook Central

Seit 2012 bietet die Universitätsbibliothek Leipzig die nutzergesteuerte Erwerbung für E-Books an.  Das bedeutet, E-Books werden im Katalog angeboten und Kosten entstehen der Bibliothek erst dann, wenn diese Medien auch tatsächlich genutzt werden. Die Nutzerinnen und Nutzer öffnen den gewünschten Titel und können fünf Minuten lang darin lesen. Nach Ablauf der Zeit werden sie gefragt, ob sie den Titel elektronisch für ein Tag leihen möchten. Bei einer sogenannten Kurzausleihe stehen den  Nutzerinnern und Nutzern online die kompletten Volltexte zur Verfügung, es kann auszugsweise auch kopiert, gedruckt und gespeichert werden. Eine Offline-Funktion gibt es auch. Mithilfe von Adobe Digital Editions ist der Volltext jeweils 24 Stunden offline verfügbar.

Die Authentifizierung für die EBL erfolgt mit Hilfe der Zugangsdaten zum Bibliothekskonto. Es handelt sich hierbei übrigens um die einzige E-Book Sammlung der UBL, die nach diesem Prinzip von außerhalb des Campus auch ohne VPN funktioniert. Auf bereits von der UBL erworbene E-Books können alle Nutzerinnen und Nutzer der Bibliothek zugreifen. Kurzausleihen aus der EBL stehen dagegen ausschließlich Angehörigen der Universität Leipzig zur Verfügung.

Seit heute morgen heißt die Ebook Library EBL nun Ebook Central und hat neue Funktionalitäten erhalten. Die neue Oberfläche ist graphisch überholt worden und dadurch intuitiv besser nutzbar. So ist nun auf den ersten Blick ersichtlich, wieviele Seiten noch kopiert, gedruckt und gespeichert werden können. Deutlicher ist auch zu sehen, dass die Volltexte bearbeitet und mit Bemerkungen versehen werden können. Diese Textbearbeitungen stehen nach jedem neuen Login wieder zur Verfügung.
Aber schauen Sie selbst und melden Sie uns Ihr Feedback, wir sind gespannt!

Donnerstag ist Kaffeetag

„Coffee Lectures“ in der Bibliotheca Albertina

Halb eins. Mittagstief. Die Augen fallen langsam zu. Ein Schläfchen bietet sich an, oder? Halt! Seit Anfang November versorgen das Academic Lab (AL) und die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) Sie wöchentlich mit Kurzvorträgen rund ums wissenschaftliche Arbeiten, zur Literaturrecherche und der berüchtigten Prokrastination. All das innerhalb der Zeit, die Sie sonst zum Leeren einer Kaffeetasse brauchen. Und die gibt’s von uns noch gratis dazu.

Sogenannte „Coffee Lectures“ sind ein bewährtes Konzept, um einen knackigen Einblick in die vielfältigen Angebote einer wissenschaftlichen Einrichtung zu gewähren und Themen zum wissenschaftlichen Schreiben und Arbeiten aufzugreifen.

Die nächsten Themen sind:

  • 24. November 2016 (UBL): Das vierblättrige Kleeblatt im Heuhaufen… Recherchestrategien
  • 01. Dezember 2016 (AL): What’s wrong with this sentence?
  • 08. Dezember 2016 (AL): In a nutshell: Welches Vokabular ist wichtig…
  • 15. Dezember 2016 (UBL): Googelst du noch oder recherchierst du schon? Wozu gibt’s denn Datenbanken?
  • 12. Januar 2017 (UBL): Von Gold zu Grün und zurück. Open Access
  • 19. Januar 2017 (UBL): Wo sich Tolkien das Geld zum Schreiben verdiente: das Oxford English Dictionary als unverzichtbares Instrument beim Lesen und Schreiben englischer Texte
  • 26. Januar 2017 (UBL): Bücher für meinen Laptop! E-Books

Für alle Interessierten, die wenig Zeit und/oder einen niedrigen Blutzuckerspiegel mitbringen: Jeden Donnerstag um 12:30 Uhr im Fürstenzimmer der Bibliotheca Albertina.

Wem das Appetit auf mehr macht, dem empfehlen wir eine unserer zahlreichen umfangreichen Schulungen.

Papyrologie und Internet. Geht das?

Papyrus Ebers

Und ob das geht. Dies beweisen die Beiträge der Leipziger PapyrologInnen und Informatiker in einem eigenen Themenheft der Open Access-Zeitschrift Digital Classics Online.

Dabei handelt es sich um ein kostenfreies E-Journal, das Beiträge aus dem Gebiet der Alten Geschichte und angrenzender Gebiete der Altertumswissenschaften in Verbindung mit der Anwendung oder Entwicklung von Methoden aus den Digital Humanities veröffentlicht.

Warum ein eigenes Heft unter dem Titel Papyrologica digitalia Lipsiensia?
Eine Antwort darauf könnte sein, dass es genügend Beitragende und Beiträge gibt, um einen Band zu füllen. Auch ließe sich anführen, dass die Erforschung der Leipziger Papyri und Ostraka ein Stadium erreicht hat, in dem es sich lohnt, Bilanz zu ziehen. Des Weiteren sind die verschiedenen Projekte jetzt unter einem neuen Dach, nämlich den Organa Papyrologica (kurz Opa) versammelt und ein neuer Abschnitt der Digital Humanities in Bezug auf die Papyrologie in Leipzig wird eingeläutet.

Die Autoren Sebastian Blaschek, Stefan Freitag, Marius Gerhardt, Jens Kupferschmidt, Nadine Quenouille, Reinhold Scholl und Christoph Weilbach beschäftigen sich mit verschiedenen Aspekten auf dem Weg der Papyrologie ins Internet und geben interessante Einblicke in die Arbeitswelt der Papyrologen. Weiterlesen →

125: Eindrücke vom 24. 10. 2016, Abends

Ein schönes Fest war das gestern mit vielen Gesprächen und guten Begegnungen. Wir danken auf diesem Wege noch einmal allen Gratulanten. Es ist schön zu sehen, dass die Bibliotheca Albertina nicht nur uns ans Herz gewachsen ist.

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Prof. Schneider hält eine kurze Ansprache. Weiterlesen →